Meta sucht einen Käufer für die geschaffene Rechenleistung

Unser Podcast mit Sven Kramer & Sebastian Karger

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Die digitale Welt dreht sich schnell! Dieser Artikel wurde vor mehr als 180 Tage veröffentlicht. Während die grundlegenden Überlegungen weiterhin relevant sein können, entsprechen möglicherweise nicht mehr alle Details oder Daten dem heutigen Stand. Benötigen Sie tagesaktuelle Einschätzungen? Sprechen Sie uns gerne an!

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Update

Satellitenkarte von Manhattan mit einer riesigen, blauen 3D-Grafik und dem Text „Hyperion Data Center over Manhattan“, um die Dimension zu visualisieren.

Threads / Zuckerberg

Meta baut seit Jahren Data Center in einem Tempo, das die Anleger nervös macht.

Zur Erinnerung: "We're also building Hyperion, which will be able to scale up to 5GW over several years. We're building multiple more titan clusters as well. Just one of these covers a significant part of the footprint of Manhattan." (Threads)
Jetzt zeichnet sich ab, wofür die Kapazität am Ende wirklich gedacht sein könnte. Laut Bloomberg denkt der Konzern offen darüber nach, ins Cloud-Geschäft einzusteigen und eigene KI-Modelle sowie rohe Rechenleistung an Unternehmenskunden zu verkaufen. Direkt in Konkurrenz zu AWS, Azure und Google Cloud.

Warum ist das wichtig?

Meta hat sich für seine KI-Ambitionen zu Investitionen in Höhe von mehreren hundert Milliarden Dollar verpflichtet und verfügt bislang über kein nennenswertes Firmenkundengeschäft. Ein Einstieg ins Cloud-Geschäft wäre der Versuch einen Teil dieser Summen zurückzuverdienen und endlich(!) ein zweites Standbein neben dem Werbegeschäft aufzubauen. Und für die eigenen Apps wäre die Kapazität wohl deutlich zu groß.

Unsere Einordnung

Kann Meta Cloud? Vermutlich schon. Kann Meta auch Enterprise? Wird sich zeigen.
Vertrieb, Support und Vertrauen bei Firmenkunden aufzubauen dauerte bei AWS und Microsoft Jahrzehnte statt Quartale. Die Kontakte zu den Unternehmen hat Meta zwar bereits aus dem Werbegeschäft, aber es ist schon ein Unterschied, ob nun Werbung oder Rechenkapazität verkauft wird.
Meta muss sich absichern. Wer das eigene Investitionsrisiko streut, indem er zum Vermieter des eigenen Rechenzentrums wird, betreibt am Ende weniger Innovation als Risikomanagement. Charmant offensiv, aber eben auch ein Stück weit Notlösung.

One more: Die Profiteure?

Wenn Meta xAI und die Neocloud-Anbieter überschüssige Rechenleistung zu Kampfpreisen auf den Markt werfen und dazu noch mit Microsoft AWS und Google konkurrieren, verändert sich die Verhandlungsbasis für jedes Unternehmen das heute Cloud- oder KI-Kapazität bucht. Je mehr Anbieter in den Wettbewerb treten und je mehr Kapazität vorhanden ist desto besser für alle die diese Rechenleistung einkaufen.

Für unsere Kunden geht es an dieser Stelle noch weiter.
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