Wenn der Konkurrent dein Lieferant ist und dir dann den Hahn abdreht

Unser Podcast mit Sven Kramer & Sebastian Karger

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Die digitale Welt dreht sich schnell! Dieser Artikel wurde vor mehr als 180 Tage veröffentlicht. Während die grundlegenden Überlegungen weiterhin relevant sein können, entsprechen möglicherweise nicht mehr alle Details oder Daten dem heutigen Stand. Benötigen Sie tagesaktuelle Einschätzungen? Sprechen Sie uns gerne an!

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Update

Eine nächtliche Luftaufnahme eines riesigen, hell erleuchteten Google-Rechenzentrumskomplexes in New Albany mit rauchenden Kühltürmen inmitten einer dunklen Landschaft.

Google (Data Center in New Albany)

Google hat die Nutzung seiner Gemini-KI-Modelle durch Meta eingeschränkt. Der Grund: Meta hatte schlicht mehr Rechenkapazität angefordert, als Google bereitstellen konnte.

Die Situation zeigt eine wachsende Herausforderung für die gesamte KI-Branche. Der Zugang zu Infrastruktur und Ressourcen ist genauso wertvoll wie die Technologie selbst.

Warum ist das wichtig?

Meta hatte Googles Gemini-Modelle für Aufgaben wie Content-Moderation und Betrugserkennung eingesetzt, weil sie besser abschnitten als eigene Systeme. Mit den nun geltenden Einschränkungen weicht das Unternehmen stärker auf sein eigenes Modell aus und arbeitet daran, externe Abhängigkeiten zu reduzieren. Trotz milliardenschwerer Investitionen in Chips und Rechenzentren weltweit kämpft die Technologiebranche weiter mit Engpässen bei der Rechenleistung für KI-Dienste.

Unsere Einordnung

Die Geschichte klingt wie ein Insider-Drama zwischen zwei Konzernen, die eh zu viel Geld haben. Dazu erzählt sie etwas Wichtiges über den Zustand der KI-Ökonomie: Rechenleistung ist so knapp, wie noch nie zuvor. Es sind nicht Ideen, nicht Talente, nicht Business Cases, sondern schlicht GPU-Stunden und Rechenzentrumskapazität.
Rechenintensive Aufgaben gab es schon immer: Genomsequenzierung, Klimamodelle, Gesundheitsdaten. Nur hat sich dafür nie ein Massenmarkt mit echter Zahlungsbereitschaft entwickelt. KI hat diesen Case geknackt und damit eine Knappheit sichtbar gemacht, die vorher einfach niemanden interessiert hat.

One more: Indiz gegen die KI-Blase?

Google hätte Meta theoretisch weiter bedienen können – mit Kapazitäten, die sie anderweitig nicht los werden. Tun sie aber nicht. Und der wahrscheinlichste Grund ist simpel: Sie verdienen woanders mehr damit.
Sofern hier das Ego keine Rolle spielt, ist das ein Zeichen echter Nachfrage. Blasen entstehen, wenn Kapital in Märkte fließt, die keine reale Nachfrage haben. Hier läuft es andersherum. Die Nachfrage übersteigt das Angebot deutlich. Wer also noch auf den großen KI-Crash wartet: Vielleicht. Aber dieser Datenpunkt zeigt eher in die andere Richtung.

Für unsere Kunden geht es an dieser Stelle noch weiter.
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