KI: Von Sprache zu DNA. Dieselbe Technik, ein völlig neues Terrain.

Unser Podcast mit Sven Kramer & Sebastian Karger

Gefällt Ihnen dieser Einblick? Erhalten Sie jede Woche aktuelle Analysen und Impulse wie diesen direkt in Ihr Postfach.
Jetzt für das Tech-Update anmelden!

Die digitale Welt dreht sich schnell! Dieser Artikel wurde vor mehr als 180 Tage veröffentlicht. Während die grundlegenden Überlegungen weiterhin relevant sein können, entsprechen möglicherweise nicht mehr alle Details oder Daten dem heutigen Stand. Benötigen Sie tagesaktuelle Einschätzungen? Sprechen Sie uns gerne an!

This content has been automatically translated.

Update

Infografik zum KI-gestützten Design von Bakteriophagen-Genomen mit Schritten von der Sequenzgenerierung bis zum Test in Wirtszellen

Stanford University (u.a. Samuel H. König)

Forscher aus Stanford und vom Arc Institute haben eine KI dazu gebracht, funktionsfähige Viren zu entwerfen. Nicht nur in der Theorie, sondern im Labor synthetisiert und aktiv. Die Viren befallen ausschließlich Bakterien und sind für Menschen ungefährlich (sofern die KI nicht halluziniert 😬).
Von rund 300 Entwürfen funktionierten am Ende 16. Das Modell heißt Evo und hat nie ein Wort Deutsch oder Englisch gesehen. Es hat DNA gelesen, Baustein für Baustein, so wie ein Chatbot Wörter liest.

Warum ist das wichtig?

Interessant ist der Mechanismus, weniger die Biologie. Dieselbe Grundidee, die hinter einem Chatbot steckt, funktioniert auch bei DNA. Das Modell hat eine völlig neue "Sprache" gelernt und darin etwas erschaffen, das vorher nicht existierte. Generative KI wandert in Bereiche, die vor zwei Jahren noch als unantastbar galten

Unsere Einordnung

Die Schlagzeilen texten "KI erschafft Virus" und alle denken sofort an den nächsten Pandemie-Blockbuster. 😷

Der ehrlichste Satz kommt ausgerechnet von einem der Forscher selbst. Sinngemäß sagt er: Wer wirklich Schaden anrichten will, braucht dafür keine KI, weil es längst einfachere Wege gibt. Die eigentliche Nachricht ist also nicht die Gefahr. Es ist der Ansatz: Der Mechanismus der Textwelt lässt sich auf Biologie übertragen und liefert brauchbare Ergebnisse. Also stellt sich die Frage: Auf was könnte man es noch übertragen?

One more: Ein wenig Weltuntergangsstimmung

Die meiste Dystopie klingt für uns immer sehr weit hergeholt. Die größte Gefahr, die auch kurzfristig realistisch ist, wenn nicht heute sogar schon existent, nennt man "Persuasive AI". Es ist eine KI, die schlicht Menschen so geschickt überredet, dass sie in ihrem Sinne handeln. Manipulation durch Sprache, perfekt zugeschnitten auf jede Schwachstelle.
Ganz naiv sollte man jedoch auch nicht sein: Die Gefahren durch KI kommen nicht ordentlich nacheinander und schon gar nicht nur aus der Richtung, auf die man sich eingestellt hat. Sie werden mannigfaltiger. Manipulation hier, synthetische Biologie da und morgen vermutlich etwas, das heute noch niemand auf dem Zettel hat.

Für unsere Kunden geht es an dieser Stelle noch weiter.
Jetzt anmelden!

Jetzt reinhören!

Sehen Sie Parallelen zu Ihren Herausforderungen? Lassen Sie uns besprechen, wie eine maßgeschneiderte Lösung für Sie aussehen könnte.

Weitere Themen

Wir verwenden Cookies, um die Nutzung dieser Website zu verbessern, zu analysieren und unsere Marketingbemühungen zu unterstützen. Indem Sie auf „Akzeptieren“ klicken, stimmen Sie der Verwendung dieser Cookies zu. Mehr Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.