Als die USA Ende 2025 die Zollfreigrenze für Kleinsendungen kippten, sprang die Zahl der zollpflichtigen Pakete pro Tag von 13.000 auf 112.000. Normalerweise heißt so ein Sprung mehr Personal und mehr Chaos an der Grenze. Bei UPS heißt es heute: 90 % dieser Abfertigungen laufen komplett automatisch durch, dank KI und ohne "Human-in-the-loop". Ein Jahr zuvor waren es 21 %.
Warum ist das wichtig?
Ein Paket schneller durch die Halle zu schieben ist ein Logistikproblem. Ein Paket korrekt zu klassifizieren, die Dokumente zu prüfen und Fehler zu finden ist Urteilsvermögen. Und Urteilsvermögen brauchte bisher immer mehr Menschen, je größer das Volumen wurde. Genau diese Kopplung hat UPS gelöst. Das Volumen wuchs um das 9-fache und der Anteil, der einen Menschen braucht, sank dennoch von einem Fünftel auf ein Zehntel.
Der Hebel dahinter ist sogenannte agentische KI. Also Software, die eine mehrstufige Aufgabe selbstständig von Anfang bis Ende erledigt statt nur eine einzelne Frage zu beantworten. Klassifizierung, Dokumentation und Fehlerprüfung passieren nicht mehr als drei getrennte Schritte nacheinander sondern als ein durchgehender Prozess. 97 % aller Sendungen werden inzwischen am ersten Tag verzollt.










