Apple druckt Geld und kauft sich mit Q.AI einen Gedankenleser

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Die digitale Welt dreht sich schnell! Dieser Artikel wurde vor mehr als 180 Tage veröffentlicht. Während die grundlegenden Überlegungen weiterhin relevant sein können, entsprechen möglicherweise nicht mehr alle Details oder Daten dem heutigen Stand. Benötigen Sie tagesaktuelle Einschätzungen? Sprechen Sie uns gerne an!

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Update

Q.AI

Tim Cook hat es wieder getan. Während alle sich fragen, ob die KI-Blase platzt, legt Apple das sprichwörtliche "Monster-Quartal" hin. Eine potenzielle KI-Blase ist Apple schließlich egal, Apple hat ja keine KI. 144 Milliarden Dollar Umsatz, 42 Milliarden Gewinn. Das iPhone 17 verkauft sich so gut, dass selbst die bestinformiertesten Analysten überrascht sind. China? Klar zurückerobert. Aber, und das ist viel interessanter: Während alle auf die Zahlen starren, hat Apple für 2 Milliarden Dollar das israelische Startup Q.AI gekauft. Und das finden wir deutlich spannender als jeden Earnings Call.

Warum ist das wichtig?

Q.AI geht es um "Silent Speech" und die Erkennung von "Mikrobewegungen der Gesichtshaut". Apple sucht nach einer smarten Steuerung seiner Devices, denn niemand will im Zug mit seiner Brille reden ("Hey Siri, öffne Mails"). Auch Gestensteuerung (fuchteln in der Luft) ist sozial nicht akzeptiert und langfristig ermüdend. Die Technologie von Q.AI erkennt, was der Nutzer sagen will, indem sie die elektrischen Signale oder Mikrobewegungen der Muskeln analysiert, die beim "stillen Sprechen" (Subvokalisierung) entstehen, ggf. mit leichter Bewegung der Lippen. Man kann also eine Nachricht diktieren oder einen Befehl geben, ohne einen Ton zu sagen. Das scheint die perfekte, unsichtbare Interaktion für Augmented Reality Brillen zu sein.

Unsere Einordnung

Mikroexpressionen sind extrem schnelle (40 bis 500 Millisekunden), unwillkürliche Gesichtsausdrücke, die die wahren Emotionen eines Menschen offenbaren. Im Gegensatz zu normalen Gesichtsausdrücken können sie kaum bewusst unterdrückt oder gefälscht werden. Sie entstehen durch minimale Muskelkontraktionen im Gesicht. Die meisten Menschen können dieses Expressionen weder bei sich, noch bei anderen erkennen, aber können darin geschult werden.

Mit der Technologie von Q.AI könnte es Apple möglich werden, diese Mikroexpressionen zu erkennen. Und nicht nur von der eigenen Person (z.B. dem Brillenträger). Durch Außenkameras ist es auch denkbar, die Mikroexpressionen des Gesprächspartners zu analysieren (Lügt er? Ist er genervt? Hat er Kaufinteresse?). Das passt (noch) nicht zu Apples Privacy-Image, sofern das nach der Gemini Integration noch vorhanden ist. Apple wird die Technologie also vorerst als Input-Methode ("Gedankensteuerung Light") vermarkten, nicht als Überwachungstool.

Es bleibt aber noch ein weiterer Gedanke: Apple hat den ersten Hype um Generative AI (LLMs) komplett verschlafen und muss sich jetzt demütig Google Gemini ins Haus holen, um softwareseitig nicht unterzugehen. Peinlich? Vielleicht. Aber... Während andere sich um das "Gehirn" der KI prügeln, sichert sich Apple das "Nervensystem". Wenn wir in zwei Jahren unsere Brillen nur noch durch bloßes "Denken" (oder minimales Kieferbewegen) steuern, interessiert es niemanden mehr, welches LLM im Hintergrund läuft. Apple kontrolliert wieder den Zugang zum Nutzer. Wer braucht schon eigene KI-Modelle, wenn er Gedanken lesen kann?

Für unsere Kunden geht es an dieser Stelle noch weiter.
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