Der südostasiatische und selbsternannte "Super"-App-Gigant Grab hat das KI-Robotik-Startup Infermove übernommen. Auf den ersten Blick eine logistische Notwendigkeit, um Kaffee und Nudelsuppen effizienter vom Bordstein zur Wohnungstür zu bringen. Statt aber nur Personen zu transportieren oder Essen auszuliefern, könnte Grab bereits versuchen eine größere Rolle in der Robotik einzunehmen.
Warum ist das wichtig?
Hier laufen zwei Entwicklungen zusammen – eine taktische und eine potenziell revolutionäre:
- Der operative Quick-Win (Die letzte Meile): Der teuerste Teil jeder Lieferung sind die letzten Meter. Parkplatzsuche, Treppensteigen, falsche Türklingel. Wenn das Auto autonom fährt, aber der Fahrer noch aussteigen muss, ist die Kette unterbrochen. Infermove schließt diese Lücke. Das ist smart, aber erwartbar.
- Der strategische Pivot (Die "Task-Economy"): Das ist der Punkt, an dem es spannend wird. Grab (und perspektivisch natürlich Uber und Co) können sich von reinen Mobilitätsvermittlern zu Orchestrierungsplattformen für Robotik verwandeln. Ein autonomes Auto ist im Grunde nur ein Roboter auf vier Rädern. Ein humanoider Roboter (wie Teslas Optimus) ist ein Roboter auf zwei Beinen. Für den Algorithmus der Plattform ist das egal. Heute bucht man eine Fahrt („Move Person“), morgen eine Dienstleistung („Clean Basement“). Grab liefert nicht mehr nur das Essen, sondern schickt den Roboter, der danach auch gleich den Abwasch macht.










