"Meinungsaustausch ist, wenn jemand mit seiner Meinung zu mir kommt und mit meiner Meinung wieder geht." Was früher als Witz über dominante Gesprächspartner galt, ist heute die präzise Beschreibung der Beziehung, die clevere Marketer gerade zu ChatGPT und Co. aufbauen.
Während die Masse noch Keywords für Google poliert, haben andere damit begonnen, die Antworten der Chatbots aktiv zu formen. Das Wall Street Journal berichtet, dass Unternehmen zunehmend Budgets investieren, um KI-Modelle durch gezielte "Brand Authority Statements" auf externen Seiten so zu beeinflussen, dass sie im Chat als Favorit genannt werden. Denn KIs sind keine Orakel der Wahrheit, sondern "oberflächliche Leser", deren Meinung sich – besonders bei Nischenthemen – erstaunlich leicht ändern lässt.
Warum ist das wichtig?
Der Traffic-Strom verschiebt sich fundamental und die Qualität dieses Traffics wird massiv unterschätzt.
- Masse: Die Weiterleitungen von KI-Plattformen zu Websites haben sich innerhalb eines Jahres mehr als verdreifacht.
- Klasse: Wer von ChatGPT kommt, bleibt im Schnitt 15 Minuten auf Ihrer Seite (Vergleich Google: 8 Minuten).
- Cash: Die Conversion-Rate ist bei KI-Referrals deutlich höher (7 % vs. 5 % bei Google).
Kurz gesagt: Die User, die über KI kommen, sind informierter, geduldiger und kaufwilliger. Und derzeit ist es noch vergleichsweise einfach, die "Meinung" einer KI zu ändern – besonders bei Nischenthemen, zu denen das Modell noch wenig "Wissen" besitzt.










