Das Zürcher Start-up Enact Intelligence hat noch kein Produkt. Trotzdem haben Investoren KI-Forscher Yann LeCun und Mistral-Gründer Arthur Mensch gerade 30 Millionen Dollar überwiesen. Für eine Pre-Seed-Runde ist das eine Ansage. Die Idee dahinter: Roboter sollen fühlen. Enact trainiert seine Modelle zusätzlich mit Kraft- und Berührungsdaten und spricht von einem Nervensystem für Maschinen.
Warum ist das wichtig?
Heutige Roboter erkennen einen Stift auf Kamerabildern. Ob sie ihn tatsächlich greifen oder wie fest sie drücken sollen, wissen sie oft nicht. Deshalb rechnet sich Automatisierung bisher fast nur in der Serienfertigung, wo sich dieselbe Bewegung tausendfach wiederholt. Sobald es um Varianz geht, also Stecker einstecken, Chips einrasten, Schrauben drehen, wird es schwierig. Genau dort setzt Enact an. Gelingt das, wird Automatisierung plötzlich auch bei Wartung, Recycling oder Retouren wirtschaftlich.










