Nvidia & Quanten: 30 Jahre können schnell vergehen

Our Podcast with Sven Kramer & Sebastian Karger

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Update

Abstrakte Grafik mit einer leuchtenden Sphäre über drei Icons, die Wellenformen, Atome und Netzwerke symbolisieren – Fokus auf Quantencomputing und KI.

Nvidia

Letztes Jahr hat Nvidia-Chef Jensen Huang die Quanten-Branche mit einem Halbsatz quasi in den Winterschlaf geschickt: „Nützliche Quantencomputer? In 20 bis 30 Jahren vielleicht.“ Die Aktienkurse von Rigetti, IonQ und Co. gingen baden.
Letzte Woche dann die 180-Grad-Wende: Nvidia öffnet seine „KI-Werkzeugkiste“ (Open-Source-Modelle) speziell für das Quantencomputing. Plötzlich ist KI der entscheidende Beschleuniger, um Quantenprozessoren überhaupt nützlich zu machen. Die Kurse schossen zweistellig nach oben.

Warum ist das wichtig?

... oder warum der Sinneswandel? Durch Nvidias Vorstoß wird klar: Man möchte nicht länger warten, sondern heute schon KI nutzen, um die Fehleranfälligkeit aktueller Quanten-Chips in den Griff zu bekommen. Wenn der Schaufelrad-Verkäufer Nr. 1 (Nvidia) plötzlich kostenlos Werkzeuge für eine neue Mine verteilt, ist Gold im Boden – und zwar schneller, als viele Skeptiker dachten.

Unsere Einordnung

Wenn man ein Thema nicht kleinhalten kann, besetzt man die Infrastruktur. Dass Microsoft bereits 2029 als Ziel für wertstiftende Quanten-Rechenzentren nennt und IBM für 2026 den „Quantum Advantage“ (industriell relevante Problemlösung) verspricht, zeigt: Die Time-to-Market schrumpft massiv. Zuletzt war IBM in seinen Prognosen gar nicht schlecht.

One More: Das „Nvidia-Retter-Syndrom“

Man muss den Mut zur Arroganz fast bewundern: Nvidia positioniert sich aktuell nicht mehr nur als Zulieferer, sondern als derjenige, der den Quantencomputer überhaupt erst aus der Reha holt. Die Botschaft zwischen den Zeilen: „Liebe Hardware-Entwickler, eure Qubits sind zwar instabil, aber unsere KI bügelt das schon glatt.“ oder anders gesagt: "Ohne uns müssten Milliarden an Entwicklungsarbeit abgeschrieben werden.

Für unsere Kunden geht es an dieser Stelle noch weiter.
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