Google mietet Rechenpower bei SpaceX. Ist das nur Kurspflege?

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Update

Ein großer Dinosaurier-Schädel (T-Rex) aus Metall mit einem hängenden, bunten Google-Logo vor einem Bürogebäude auf dem Googleplex-Campus.

Google

Google zahlt SpaceX ab Oktober 2026 monatlich 920 Millionen Dollar für Zugang zu rund 110.000 NVIDIA-GPUs. Der Grund laut Google-Sprecher: Die Nachfrage nach Gemini Enterprise war "höher als erwartet". Kurz zur Einordnung: Google ist eines der wenigen Unternehmen weltweit, das sich seine KI-Infrastruktur eigentlich selbst bauen kann und sogar über eigene Chips verfügt.

Warum ist das wichtig?

Es zeigt, wie brutal der aktuelle KI-Kapazitätskrieg eskaliert. Kurz zuvor hatte bereits Anthropic einen ähnlichen Deal mit SpaceX abgeschlossen – für 1,25 Milliarden Dollar pro Monat. Wer heute keine Compute-Kapazität hat, kann morgen keine KI-Produkte skalieren – egal wie gut die Produkte sind. Und besonders interessant wird die Preisentwicklung. Wenn die Infrastruktur für KI-Anwendungen knapp wird, steigen dann die Preise und damit auch die Einstiegshürden für alle anderen? Oder kann der übliche Preisverfall von Technologie das kompensieren?

Unsere Einordnung

Selbst Alphabet, das in diesem Jahr bereits über 180 Milliarden Dollar Capex committed hat, kommt mit dem organischen Aufbau nicht hinterher. Das bedeutet: KI-Nachfrage wächst schneller als jede strategische Planung. Für Unternehmen eine nicht unwichtige Entwicklung – nicht weil sie SpaceX anrufen müssen, sondern weil Kapazitäts- und Infrastrukturplanung strategisch werden. Die Zeiten, in denen man sich um Compute-Kapazität keine Gedanken machen musste, scheinen vorbei zu sein. Das spüren übrigens auch wir bei Liquam teils direkt beim Betrieb der Enterprise-AI-Instanzen unserer Kunden.

Oder steckt doch etwas anderes dahinter?

One more: Compute-Deal oder Kurspflege?

SpaceX geht in wenigen Tagen an die Börse. Kurz davor verkündet Google einen 920-Millionen-Dollar-Monatsdeal mit eben diesem Unternehmen. Zufall? Vielleicht.
Google ist seit Jahren Investor bei SpaceX und die eigene Beteiligung soll nach dem IPO über 100 Milliarden Dollar wert sein. Gleichzeitig hatten die Märkte zuletzt einen spürbaren Ausverkauf bei Tech-Aktien gezeigt. Kein angenehmes Umfeld für einen IPO.
Ein milliardenschwerer Compute-Deal eines der größten Tech-Konzerne der Welt sendet da ein klares Signal an den Markt: SpaceX hat ernsthafte Kunden, ernsthafte Einnahmen, ernsthafte Perspektiven.
Ob Google Rechenpower brauchte oder seine Beteiligung absichern wollte – die Antwort liegt wahrscheinlich irgendwo in der Mitte.

Für unsere Kunden geht es an dieser Stelle noch weiter.
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