Evernote. Vimeo. Komoot. AOL. Klingt nach Browser-Bookmarks aus 2011. Ist aber das Portfolio von Bending Spoons, das Anfang Juli an der Nasdaq 1,68 Milliarden Dollar eingesammelt hat. Am ersten Handelstag 40 Prozent rauf, danach 18 Prozent runter. Die Mailänder kaufen alte Software, entlassen große Teile der Belegschaft, restrukturieren und monetarisieren. 601 Millionen Dollar Umsatz im ersten Quartal, 27,5 Millionen Nettogewinn. Es funktioniert also. Zumindest bis hierhin.
Warum ist das wichtig?
Weil hier eine These an der Börse getestet wird: Die Belegschaft einer Softwarefirma ist weitgehend austauschbar. Man kauft Kunden und Produkt, betreibt weiter, spart den Rest. Bending Spoons meldet 500 Millionen aktive Nutzer im Monat, von denen nur neun Millionen bezahlen. Und genau darin steckt für Bending Spoons der Hebel: Kosten reduzieren und parallel am Preisschild arbeiten.










