Statt weiter nur Händchen zu halten, kauft Astra Zeneca nach einer Testphase das US-Startup Modella AI komplett. Das erklärte Ziel: Die Entwicklung neuer Krebsmedikamente nicht nur inkrementell zu verbessern, sondern massiv zu beschleunigen. Finanzchefin Aradhana Sarin bezeichnete die vorangegangene, mehrjährige Zusammenarbeit ganz locker als „Testfahrt“ – jetzt hat man den Wagen gekauft. Über den Kaufpreis schweigt man sich aus.
Warum ist das wichtig?
Die Entwicklung moderner Medikamente ist zu einem datenreichen, hochkomplexen und extrem zeitkritischen Monstrum geworden. Für Astra Zeneca scheint der Reifegrad von KI nun ausreichend groß zu sein, hier gegenzuwirken.
- Technologie-Sprung: Modella AI bringt Technologie für quantitative Pathologie. KI analysiert Gewebeproben, um Biomarker schneller zu finden und Therapien passgenau zu entwickeln.
- Präzedenzfall: Laut AstraZeneca ist dies die erste Übernahme eines reinen KI-Unternehmens durch einen großen Pharmakonzern überhaupt. Ist das der Startschuss für eine neue M&A-Welle in der Branche? Bisher ist das Feld doch eher durch Kooperationen geprägt. Nvidia und Eli Lilly haben jüngst eine Zusammenarbeit im Volumen von einer Milliarde Dollar angekündigt, um ein neues Forschungslabor aufzubauen.










