Am 11. Juni 2026 ist unter europe2031.ai ein Text erschienen, der gerade in Brüssel die Runde macht.
Es ist eine fiktive, aber realistische Erzählung: Ein durchgerechnete Fünf-Jahres-Szenario, entwickelt von einer Expertengruppe aus KI-Denkern und Politikern (u.a. Judith Dada und Maximilian Negele). Erzählt wird entlang zweier fiktiver Figuren: Caroline, eine EU-Beamtin in Brüssel, und Christian, ein deutscher Gründer in San Francisco. Während der erste Teil (2025 bis heute) als schlichte Chronik angelegt ist, wagt der zweite Teil den Blick in die Zukunft: eine Extrapolation bis ins Jahr 2031, in dem Europa zwischen den USA und China zerrieben wird.
Warum ist das wichtig?
Die Idee hinter dem Gedankenspiel: Weg von „KI als Software", hin zu „KI als Infrastruktur". Es geht um Rechenpower, Lieferketten und die Fähigkeit, KI operativ produktiv zu machen. Die These: Europa hat Zugang zu denselben Modellen, zieht daraus aber weniger Wert – wegen Adoptionstempo und Trägheit. Übersetzt: Der Nachteil entsteht nicht im Rechenzentrum von OpenAI, sondern im eigenen Haus. Dazu das Klumpenrisiko: Modellzugänge können zum Verhandlungsgegenstand werden (siehe Anthropic). Wer alles auf einen US-Anbieter stellt, baut auf Sand mit Exportlizenz.










