Anthropic baut Hardware-Team auf

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Die digitale Welt dreht sich schnell! Dieser Artikel wurde vor mehr als 180 Tage veröffentlicht. Während die grundlegenden Überlegungen weiterhin relevant sein können, entsprechen möglicherweise nicht mehr alle Details oder Daten dem heutigen Stand. Benötigen Sie tagesaktuelle Einschätzungen? Sprechen Sie uns gerne an!

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Update

Nahaufnahme einer hochmodernen Platine mit einem Mikrochip im Zentrum, auf dem das goldene Logo „AI ANTHROPIC“ abgebildet ist.

Open AI - Mit Hilfe von KI generiert

Der eigene Chip gehört mittlerweile zum guten Ton... oder zu einer gesunden Kalkulation. Man will Nvidia nicht den Rücken zu kehren, aber die Rechnung drücken, die entsteht, wenn man täglich Milliarden Tokens durch fremde Hardware jagt. Gesucht werden aktuell Ingenieure, die nachweislich schon Silizium ausgeliefert haben, bei Gehältern bis 485.000 Dollar. Apple hat es mit den M-Chips vorgemacht, Google mit der TPU. Amazon und auch Microsoft sind mittlerweile ebenfalls im Rennen.

Warum ist das wichtig?

Wer die Hardware exakt um eine bekannte Aufgabe herum baut, spart sich alles, was diese Aufgabe nie braucht. Das verspricht geringere Kosten, die bei einer Umsatz-Run-Rate von 46 Milliarden Dollar über die Marge entscheiden. Frühe Tests zu vergleichbaren Chips deuten auf etwa 50 Prozent geringere Kosten pro Token gegenüber Standard-GPUs hin, auch wenn Branchenquellen die Entwicklung eines fortschrittlichen KI-Chips auf bis zu eine halbe Milliarde Dollar beziffern.

Unsere Einordnung

Bemerkenswert ist, wie leise Anthropic diesen Schritt verpackt. Kein "Wir befreien uns von Nvidia", keine Revolution, keine Bühne. Stattdessen ein trockener Satz über einen "Multi-Chip-Ansatz" und die Betonung, dass AWS, Google, Nvidia und AMD zentral bleiben. Wer täglich Milliarden Tokens ausliefert, kann es sich wohl nicht leisten, Lieferanten zu verprellen, während man einen unfertigen eigenen Chip erst noch über Jahre entwickelt.

One More: Ein leises Argument gegen die Blase

Über der Branche schwebt die Frage nach der Blase. Die Chip-Meldung liefert dazu ein Detail. Beide Seiten des Marktes optimieren gerade ihre Kosten. Anthropic gibt eine halbe Milliarde für eigene Chips aus, um den Preis pro Token zu drücken. Und die Kunden (z.B. SAP) tun dasselbe in klein. Kleinere Modelle für einfache Aufgaben, kürzere Prompts, Caching, bei jedem Use Case die Frage nach dem Return. Wäre in einer reinen Hype-Blase der Preis nicht egal? Man kauft, weil alle kaufen. Wenn beide Seiten dagegen um jeden Cent pro Vorgang ringen, gibt es einen realen Verbrauch, den zu optimieren sich lohnt.

Ehrlich bleibt es trotzdem zweiseitig. Solides Nutzungsverhalten sagt etwas über die Substanz der Technologie aus. Über die Bewertung einzelner Unternehmen sagt es wenig.

Für unsere Kunden geht es an dieser Stelle noch weiter.
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