Sam Altman lädt zum Imkern

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Die digitale Welt dreht sich schnell! Dieser Artikel wurde vor mehr als 180 Tage veröffentlicht. Während die grundlegenden Überlegungen weiterhin relevant sein können, entsprechen möglicherweise nicht mehr alle Details oder Daten dem heutigen Stand. Benötigen Sie tagesaktuelle Einschätzungen? Sprechen Sie uns gerne an!

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Update

Eine Gruppe von Menschen sitzt im Freien an einer langen Festtafel beim Essen. Im Hintergrund ist eine große Holzskulptur des OpenAI-Logos vor Bergen zu sehen.

Instagram (avnibarman_)

OpenAI hat rund 30 Content Creator in ein Luxusresort im Hudson Valley eingeladen. Auf dem Programm standen Farm-to-Table-Dinner, eine Session mit einem echten Imker, Honiggläser als Goodie und dazu ein leuchtendes OpenAI-Logo am Kopf der Holztafel. Die Zimmer kosten dort über 1700 Euro pro Nacht. Die Teilnehmer nannten es „OpenAI Summer Camp" und posteten fleißig. Das Internet nannte es Greenwashing und teilte kräftig aus. Eine Creatorin filmte sich beim Baden vor einem Coding-Tag. Ein Kommentar darunter: „Die Ironie, sich bei einer ChatGPT-Markenreise ein Bad einlaufen zu lassen."

Warum ist das wichtig?

Es werden 2 Dinge sichtbar, die über ein misslungenes PR-Wochenende hinausreichen.

  1. KI ist im Marketing endgültig zur Consumer-Brand geworden. OpenAI bewirbt sein Produkt inzwischen wie ein Modelabel über Influencer statt über Whitepaper. Das verändert, wie Technologie in die Köpfe kommt und wer die Deutungshoheit hat.
  2. Die Infrastrukturfrage rückt in den Vordergrund. Der Shitstorm entzündete sich nicht am Honig sondern an: Rechenzentren, Energiepreisen und dem Wasserverbrauch. Sie werden zum Reputations- und Kostenfaktor.

Unsere Einordnung

Die Tatsache, dass ausgerechnet die meistgehypte Technologie des Jahrzehnts (oder Jahrhunderts?) das Gefühl hat, sich Wohlwollen kaufen zu müssen, zeigt gleich mehrere Themen:

  1. Es klingt wie ein leises Eingeständnis, dass die Akzeptanz eben doch nicht selbstverständlich ist.
  2. "Adoption" ist im B2C sowie B2B Bereich kein Selbstläufer.
  3. Und speziell für OpenAI: Man braucht die große Show, um zu zeigen, dass man doch nicht abgeschlagen ist.

One more: Der Anthropic-Move

BTW: Der Konkurrent Anthropic hat seine eigenen "Retreats" bewusst unauffällig gehalten. Dezente private Abendessen statt sichtbarem Luxus. Ergebnis: kein Shitstorm. Understatement als Strategie. Der laute Auftritt gewinnt kurzfristig Aufmerksamkeit. Der leise gewinnt langfristig Vertrauen.

Für unsere Kunden geht es an dieser Stelle noch weiter.
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