„Yang Longxia“ – Schlange stehen für KI Agenten

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Update

Eine lange Menschenschlange steht im Außenbereich vor einem modernen Bürogebäude an, um Zugang zu KI-Agenten-Technologie zu erhalten.

x.com / CJ_Blockchain, CFA

In Shenzhen und Peking stehen die Menschen derzeit nicht für das neueste iPhone an, sondern für ein Stück Software mit einem roten Hummer-Logo: Open Claw. Ursprünglich vom Österreicher Peter Steinberger als „Moltbot“ entwickelt, ist dieser Open-Source-Code in China zum absoluten Kult gereift. Unter dem Codewort „Yang Longxia“ (Hummer züchten) verbreitet sich die Technologie wie ein Lauffeuer.

Die Installation ist für viele zu komplex, weshalb man sich für einen Experten anstellt. Wer nicht Schlange stehen will, kann sich einen Bastler nach Hause bestellen – ab 500 Yuan (ca. 63 Euro). Einzelne Programmierer sollen innerhalb weniger Tage 30.000 Euro damit verdient haben.

Warum ist das wichtig?

Während ChatGPT nur Texte schreibt, kann Open Claw autonom auf dem Betriebssystem handeln: Er sortiert E-Mails, checkt Nutzer am Flughafen ein oder organisiert Termine direkt in den Apps. Wir berichteten mehrfach.

Dafür erhält die Software tiefgreifende Zugriffsrechte auf das Gerät. In China wird dies als der nächste große Produktivitätsschub gefeiert, während die Regierung in Peking bereits vor den massiven Sicherheitsrisiken warnte und am 22. März entsprechende Sicherheitsrichtlinien herausgab.

Unsere Einordnung

Für Nutzer, deren Leben ohnehin in „Super-Apps“ wie WeChat stattfindet, ist ein Agent, der diese Apps für sie bedient, der logische nächste Schritt. In sozialen Netzwerken kursieren Berichte über Nutzer, die durch den Einsatz dieser Agenten in kürzester Zeit hohe Gewinne erzielt haben sollen.

Und China nutzt jetzt seine technologieaffine Bevölkerung als riesiges Testfeld für eine Welt, in der wir Software nicht mehr bedienen, sondern ihr nur noch Ziele vorgeben.

One more: Warum überhaupt Schlange stehen?

Technische Hürde für Normalnutzer: OpenClaw begann als Nischeninteresse unter Tech-Arbeitern, entwickelte sich dann aber zur populären Sensation. Für Menschen ohne entsprechende Kenntnisse oder einer gewissen Affinität ist die Installation schlicht zu komplex.

Kostenlose Hilfe von Tech-Giganten: Tencent, Baidu und andere Unternehmen bieten kostenlose Installationshilfe an – das lockt natürlich Massen an, auch wenn man es theoretisch selbst könnte. Tencent richtet solche „Hummer-Installationszentren" gerade in 17 chinesischen Städten ein.

Für unsere Kunden geht es an dieser Stelle noch weiter.
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