Das beste AI Device hat Apple selbst übersehen

Our Podcast with Sven Kramer & Sebastian Karger

Want more analyses & insights like this delivered weekly to your inbox?
Sign up for the Tech Update now!

The digital world moves fast! This article was published more than 180 days ago. While the core ideas may still hold value, some details or data might be outdated. Need up-to-date assessments? Feel free to contact us!

This content has been automatically translated.

Update

Apple Watch mit blaustrukturiertem Armband zeigt das Siri-Interface mit Diktat-Text zu Gerichten wie Salaten und Suppen.

Apple

John Ternus hat bei seinem ersten großen Auftritt als Apple CEO eine klare Ansage gemacht: "Das beste AI Device sei bereits das iPhone". Er beschreibt das ideale KI-Gerät als „intelligent personal hub": großes Display, gute Kameras, Mikrofone, ein Prozessor für lokale Modelle plus Cloud-Anbindung, lange Laufzeit, immer dabei. Die Pointe liefert er gleich mit: Man lande dabei bei etwas bemerkenswert Vertrautem, weil kein Produkt der Welt besser dafür gebaut sei als das iPhone.

Schlüssig. Stimmt auch. Nur hat Apple auf derselben Keynote noch etwas vorgestellt: Audio Intelligence für Apple Watch Series 12 und Ultra 4.

Mit Live Rewind hört die Uhr künftig dauerhaft mit. Audio läuft in einen fortlaufend überschriebenen Puffer im Secure Exclave des neuen S11-Chips. Ein Doppeldruck auf die Digital Crown zeigt die letzten 15 Sekunden als Text auf dem Display. Dazu kommt Siri Recap, das Gespräche über den Tag zu Zusammenfassungen verdichtet. Ein leichtgewichtiges Modell auf dem S11 prüft dafür, ob in der Nähe gerade gesprochen wird. Wahlweise nach Zeit, nach Ort oder als Always-on.

Der Hub ist das iPhone. Der Sensor ist die Uhr.

Warum ist das wichtig?

Bisher musste ein Gerät aktiv bedient werden, damit es etwas mitbekommt. Audio Intelligence dreht das um. Die Erfassung läuft dort, wo Kontext entsteht. Der Abruf ist das Feature.

Apple liefert dazu ein 11-seitiges Datenschutz-Whitepaper, das technisch bemerkenswert sauber ist. Der Secure Exclave ist ein isolierter Bereich in der Hardware, auf den weder watchOS, noch Apps, noch Nutzer, noch Apple zugreifen können. Watch und iPhone koppeln sich zusätzlich über ein audioverifiziertes Verfahren, Rohaudio wandert verschlüsselt zwischen beiden Secure Exclaves, die Transkription passiert lokal auf dem iPhone und nur ein verdichteter Text geht an Private Cloud Compute. Der Kernsatz, den Apple erkennbar zitiert haben will: Es gibt keine Aufnahme zum Weitergeben oder Herausgeben, weil keine existiert.

Unsere Einordnung

Permanente Kontexterfassung wird zur Standardfunktion eines Massengeräts. Wir finden die möglichen Anwendungsfälle und auch die gewählte Architektur ehrlich gut. Apple hat sich hier mehr Mühe gegeben als der Rest der Branche zusammen.

Lässt sich die permanente Erfassung verbieten? Bleibt abzuwarten. Ist Apple am nächsten dran, eine Lösung zu finden, die die persönlichen Interessen der Nutzer respektiert? Klingt so.
Das Problem: Nach dieser neuen Normalität richten sich dann auch Anbieter, die kein Whitepaper schreiben und keinen Secure Exclave verbauen. Apple setzt gerade den Rahmen für ein Verhalten, das andere dann billiger kopieren.

One more: Das Feature, das Apple nicht gezeigt hat

Im Code von iOS 27 und watchOS 27 steckt eine Funktion, die intern „Ambient Sensing" heißt. Datum und Uhrzeit, Ort, Angaben zu Mahlzeiten sowie anwesende Personen samt deren Beziehung zum Nutzer sollen "erfasst" werden. Dazu Dutzende Aktivitätskategorien, von Essenszubereitung über Hausarbeit bis Workout, Pendeln, Einkaufen und Bildschirmzeit. Bus und Zug sind unterscheidbar, Unterricht und Meetings ebenfalls. Angekündigt hat Apple davon nichts. Ausgerollt wird es wohl noch nicht, scheint aber getestet zu werden.

Eine lückenlose Verhaltensaufzeichnung schafft spannende Anwendungsfälle für Unternehmen. Das Gespräch mit dem Betriebsrat gewinnt man aber auch.

Für unsere Kunden geht es an dieser Stelle noch weiter.
Jetzt anmelden!

Dive in!

Sehen Sie Parallelen zu Ihren Herausforderungen? Lassen Sie uns besprechen, wie eine maßgeschneiderte Lösung für Sie aussehen könnte.

Continue Reading

By clicking “Accept”, you agree to the storing of cookies on your device to enhance site navigation, analyze site usage, and assist in our marketing efforts. View our Privacy Policy for more information.