"Chat is dead": OpenAI will ChatGPT zur Super-App umbauen

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Update

OpenAI

OpenAI plant einen grundlegenden Umbau von ChatGPT: Der Chatbot soll künftig als eine „Super-App" dienen, mit der Nutzer programmieren und Aufgaben automatisieren können. Der Zeitplan ist ambitioniert – die Umstellung soll in wenigen Wochen erfolgen. Und falls noch jemand Zweifel hatte, wie ernst das gemeint ist: Ein hochrangiger OpenAI-Mitarbeiter sagt intern deutlich „Chat is dead."

Warum ist das wichtig?

Nach einer Analyse von Pitchbook fallen für jeden Dollar Umsatz 2,22 Dollar Kosten an. Auf Dauer kann das nicht funktionieren. Rund 95 Prozent der ChatGPT-Nutzer verwenden die kostenlose Version – trotzdem muss OpenAI Server- und Rechenkosten tragen.
Das klassische Chat-Interface ist ein Einstiegsmodus. Benutzerfreundlich, niedrigschwellig, gut für Demos. Aber kein ausreichendes Geschäftsmodell. Die Super-App ist aus Sicht OpenAIs weniger ein Feature-Launch, eher eine wirtschaftliche Notwendigkeit – kombiniert mit dem Druck eines bevorstehenden Börsengangs.

Unsere Einordnung

Dass reines Chatten nicht das Ende der Fahnenstange sein kann, sagen wir schon eine Weile. KI als Gesprächspartner ist nett. KI als Arbeitswerkzeug, das Prozesse versteht, übernimmt und optimiert – das ist die eigentliche Frage. OpenAI stellt sie jetzt laut. Gut so.
Der interessantere Satz in der ganzen Geschichte kommt dabei nicht von Sam Altman, sondern von der für die App zuständigen Managerin Fidji Simo: „Unternehmen gehen durch Phasen des Experimentierens und Phasen, sich neu auszurichten."
Also ausrichten und experimentieren hinsichtlich der Fragestellung: „Wie bauen wir unsere Workflows so, dass sie mit dieser neuen Generation von Plattformen funktionieren?"

One More: Die Idee der Super-App

Die Idee, eine Super-App zu bauen, hatte schon viele. Facebook. Google. WeChat hat es im westlichen Markt nie repliziert. Snapchat hat es versucht. Elon Musk baut gerade X in diese Richtung um – und auch das ist noch offen. Die Super-App ist einer der ältesten Träume der Tech-Branche. Und einer der schwierigsten.
Das mindert nicht den Ernst der OpenAI-Ankündigung. Aber es lohnt sich, die Kirche im Dorf zu lassen.

Für unsere Kunden geht es an dieser Stelle noch weiter.
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