Betrug "von der Stange": Wenn Deepfakes skalieren

Our Podcast with Sven Kramer & Sebastian Karger

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Update

Allianz

Die Betrugsschäden durch KI sind bei Unternehmen massiv gestiegen. Während einige noch über ChatGPT staunen, nutzen Kriminelle längst KI-Baukästen "von der Stange" und ganz ohne Spezialkenntnisse. Die Anzahl der Schäden des Klassikers "Fake Chef" (der Chef ruft an und braucht sofort Geld) ist allein 2025 nochmal um 81 % gestiegen – und das, obwohl die Fallzahlen sogar sanken. Das bedeutet: Weniger Angriffe, aber drastisch höhere Trefferquoten. Der neue "Rising Star" ist zudem der Bestellerbetrug, bei dem Fake-Firmen Waren ordern, was die Schäden 2025 mehr als verdoppelt hat.

Warum ist das wichtig?

Der Betrug erlebt einen Qualitätssprung:

  • Demokratisierung des Verbrechens: Da Tools im Darknet für jeden verfügbar sind, stehen wir nicht mehr nur wenigen Profi-Hackern gegenüber, sondern einer breiten Masse an Trittbrettfahrern.
  • Perfekte Täuschung: KI-Tools formulieren E-Mails mittlerweile makellos und Deepfakes imitieren Stimmen und Gesichter so täuschend echt, dass selbst vertraute Kollegen darauf hereinfallen.
  • Existenzielle Wucht: Wir reden hier nicht mehr über "Lehrgeld". Durchschnittsschäden liegen im Millionenbereich, Spitzenwerte erreichen schnell zweistellige Millionenbeträge.

Unsere Einordnung

Natürlich helfen Multi-Faktor-Authentifizierung und das Vier-Augen-Prinzip. Aber die bittere Wahrheit ist: In 60 % der Fälle spielen sogenannte "Innentäter" eine Rolle – oft manipuliert durch psychologische Tricks (Social Engineering), die Ängste oder Autoritätshörigkeit ausnutzen. Unsere These: Echte Sensibilisierung funktioniert heute nur noch über technisches Verständnis. Wer nicht weiß, dass man heute für wenige Dollar und ohne Informatik-Studium eine Stimme täuschend echt klonen kann, wird dem panischen Anruf vom "Chef" immer glauben. Wer aber versteht, was KI heute leistet, entwickelt automatisch ein gesundes Misstrauen. Die beste Firewall ist daher KI-Kompetenz in der Belegschaft.

Für unsere Kunden geht es an dieser Stelle noch weiter.
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