Die europäische Bankenwelt versucht mit Wero, das nächste Kapitel im Buch „Wir bauen ein eigenes PayPal“ zu schreiben. Zwei Jahre nach dem Start zeichnet sich jetzt ein nicht unbekanntes Bild ab: Die großen deutschen Onlinehändler wie Otto, Zalando oder Ikea schauen sich das Spektakel seit Monaten von der Seitenlinie aus an, ohne sich zu bewegen. Rewe hat eine Integration vorerst sogar komplett ausgeschlossen. Während die European Payments Initiative (EPI) von digitaler Souveränität träumt, bleibt der Warenkorb in der Realität leer.
Warum ist das wichtig?
Ein Bezahlsystem lebt von der Akzeptanz. Wenn drei Viertel der Händler eine abwartende Haltung einnehmen, fehlt dem System der notwendige Netzwerkeffekt. Für Entscheider bedeutet das: Ein Investment in eine Technologie, die keine kritische Masse erreicht, ist verbranntes Kapital. Wero muss sich erst noch beweisen, bevor es als ernsthafte Alternative im Checkout-Prozess gelten kann.










