Der Rechtsmarkt (aber nicht nur der) steht vor seinem größten Effizienzsprung und einem massiven Problem mit seinem klassischen Geschäftsmodell.
Die Ära der Aktenberge und der „Stoppuhr-Mentalität“ bekommt Risse. Was früher Heerscharen von Junioren in stickigen Kellern erledigt haben, übernimmt heute die KI in einem Bruchteil der Zeit. Mandanten schicken inzwischen detaillierte Tabellen an ihre Kanzleien und verlangen eine exakte Aufschlüsselung: Wo habt ihr KI genutzt und warum soll ich dafür noch den vollen Stundensatz zahlen? Das zeigt eine neue Erwartungshaltung der Wirtschaft: Effizienzgewinne müssen weitergegeben werden.
Warum ist das wichtig?
Wenn eine Vertragsanalyse statt acht Stunden nur noch vier dauert, halbiert sich der Umsatz und reduziert sich die Auslastung. Wer nun glaubt, einfach auf Festpreise umzustellen, um die Marge allein einzustreichen, hat die Rechnung ohne den Kunden gemacht. Die Bereitschaft, für automatisierte Standard-Expertise die alten Summen zu zahlen, sinkt rapide. Es entsteht ein Verteilungskampf um den Effizienzgewinn.










