Mit Lovable sind mittlerweile per Textbefehl und ganz ohne Programmierkenntnisse über 50 Millionen Projekte entstanden und jede Woche kommen gut 1,2 Millionen dazu. Jetzt zeigt eine Analyse, über die das Handelsblatt exklusiv berichtet, die Kehrseite.
Bei etwa 15 Prozent der 140.000 deutschsprachige Lovable-Seiten (allein die Zahl ist verrückt) konnte ein Sicherheitsexperte Daten einsehen, die dort nicht hingehören. Darunter waren E-Mail-Adressen, Passnummern und sogar Fotos von Ausweisen. Gehackt hat er dafür nichts. Er nutze einfach den öffentlichen Schlüssel, den die Seiten selbst jedem Besucher mitgeben. Mit KI-Unterstützung kostete ihn das etwa fünf Stunden.
Warum ist das wichtig?
Das Problem heißt fehlende "Row Level Security". Die Datenbank im Hintergrund weiß dann nicht, wer welche Zeile sehen darf. Also zeigt sie im Zweifel alles. Lovable spricht von einem Konfigurationsproblem und von geteilter Verantwortung. Das stimmt sogar. Es hilft nur wenig, wenn die Zielgruppe der Plattform genau die Menschen sind, die nicht wissen, was "Row Level Security" ist. Wer verspricht, dass niemand mehr Entwickler sein muss, übernimmt auch die Aufgaben eines Entwicklers. Dazu gehört Sicherheit.










