Heute wählt Amerika. Die KI hat sich schon entschieden.

Unser Podcast mit Sven Kramer & Sebastian Karger

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Die digitale Welt dreht sich schnell! Dieser Artikel wurde vor mehr als 180 Tage veröffentlicht. Während die grundlegenden Überlegungen weiterhin relevant sein können, entsprechen möglicherweise nicht mehr alle Details oder Daten dem heutigen Stand. Benötigen Sie tagesaktuelle Einschätzungen? Sprechen Sie uns gerne an!

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Update

Weißer Roboter mit Uncle-Sam-Zylinder steht nachdenklich in einer US-Wahlkabine vor einem Touchscreen mit Esel- und Elefanten-Symbol.

OpenAI - Mit Hilfe von KI generiert

Pünktlich zu den US-Midterms hat ein Forschungsteam um Cornell-Professor Tapan Parikh zwei große Sprachmodelle in die Wahlkabine geschickt. Über die API sollten Grok 4.7 von SpaceXAI und GPT-6.1 Sol von OpenAI in knapp 500 Rennen genau einen Kandidaten empfehlen. Das Ergebnis: Grok wählte in 92 % der Fälle republikanisch. GPT entschied sich in 97 % der Fälle für die Demokraten. Einig waren sich die beiden in weniger als 10 % der Fälle. Die Consumer-Apps verweigern solche Empfehlungen zwar, ließen sich laut Parikh aber mit einfachen Prompts dazu überreden.

Warum ist das wichtig?

Bei GPT steckt die Tendenz offenbar direkt im Modell: Auch ohne Websuche blieb die Präferenz stabil. Bei Grok entsteht sie über die Suche, also über die Wahl der Suchbegriffe und Quellen. Ohne Internetzugang verweigerte Grok fast jede Antwort.

Besonders spannend: Jede Anfrage an Grok über die API enthielt rund 1.240 zusätzliche Tokens, die weder geschrieben wurden, noch angezeigt oder entfernt werden konnten. Eventuell wurde hier gleich ein Weltbild mit eingekauft oder ein paar Anweisungen, von denen niemand etwas weiß.

Unsere EInordnung

Dass zwei Modelle aus zwei Häusern mit zwei sehr unterschiedlichen Chefs zu zwei unterschiedlichen Ergebnissen kommen, überrascht niemanden ernsthaft. Bemerkenswert sind die 1.240 Tokens, die bei Grok "unsichtbar" mitreisen.
Die Wahl eines KI-Modells ist längst eine strategische Entscheidung mit Haltung. Sie gehört deshalb dorthin, wo auch andere Partnerentscheidungen getroffen werden. Mit Due Diligence, klaren Erwartungen und der Option, den Partner zu wechseln.

One More: KIs streiten lassen

Zwei Experten mit klarer Haltung sind wertvoller als zwei, die sich höflich zunicken. Bei derartigen Fragegestellungen, ist es ein guter Ansatz, Modelle unterschiedlicher Anbieter gegeneinander antreten und diskutieren zulassen. Beide beziehen Position, greifen dann die Argumente des anderen an und verteidigen sich. Das Urteil bleibt beim Menschen. Ob ein Modell einknickt oder stur bleibt, zeigt sich, wo Fakten enden und Haltung beginnt. Und sind sich beide sofort einig? Dann ist es entweder eine sehr gute Idee oder es sind zwei sehr höfliche Modelle.

Für unsere Kunden geht es an dieser Stelle noch weiter.
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