Tech-News #78: Das Dilemma der etablierten Unternehmen mit disruptiven Technologien und Geschäftsmodellen

Unser Podcast mit Sven Kramer & Sebastian Karger

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Die digitale Welt dreht sich schnell! Dieser Artikel wurde vor mehr als 180 Tage veröffentlicht. Während die grundlegenden Überlegungen weiterhin relevant sein können, entsprechen möglicherweise nicht mehr alle Details oder Daten dem heutigen Stand. Benötigen Sie tagesaktuelle Einschätzungen? Sprechen Sie uns gerne an!

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Update

Wir starten in das Jahr 2023 mit einer spannenden Dynamik. Die Tech-Welt hält den Atem an, während OpenAI mit ChatGPT gerade demonstriert, wie schnell sich das Blatt wenden kann. Es wirft eine alte, aber brandaktuelle Frage auf: Warum tun sich gerade die erfolgreichsten Unternehmen so schwer damit, auf disruptive Veränderungen zu reagieren?

Das Innovator’s Dilemma: Der Fluch der guten Führung

Es klingt paradox, aber oft ist es genau das „gute Management“, das Unternehmen in den Abgrund führt. Clayton Christensen nannte dies das Innovator’s Dilemma. Erfolgreiche Firmen wie Google oder Apple sind Meister darin, ihre bestehenden Produkte zu optimieren (Exploitation). Sie hören auf ihre Kunden, verbessern Margen und machen das iPhone oder die Google-Suche jedes Jahr ein Stückchen besser. Disruptionen fangen jedoch oft klein, unprofitabel und qualitativ schlechter an. Für einen etablierten Riesen macht es wirtschaftlich oft keinen Sinn, Ressourcen in eine unsichere Nische zu stecken, die (noch) keinen Gewinn abwirft. Bis diese Nische dann groß genug ist, ist es oft zu spät.

Sind Google und Apple die nächsten Nokias?

Lassen Sie uns einen Blick auf die aktuelle Situation im Januar 2023 werfen.

  • Google und die Angst vor der KI: Google besitzt mit LaMDA eine der fortschrittlichsten KI-Technologien der Welt. Dennoch hat ein kleines Startup (OpenAI) ihnen mit ChatGPT gerade die Show gestohlen. Warum? Weil Google in einem Dilemma steckt: Eine Chat-basierte Antwortmaschine ohne klassische Link-Liste könnte das eigene, extrem profitable Anzeigen-Geschäftsmodell der Google-Suche kannibalisieren. Sie zögern, ihr eigenes goldenes Kalb zu schlachten – und öffnen damit die Tür für Angreifer.
  • Apple und die Suche nach dem „Next Big Thing“: Apple ist extrem abhängig vom iPhone. Während die Umsätze noch sprudeln, fragen sich Kritiker: Wo bleibt die nächste Revolution? Die Gerüchteküche um ein Mixed-Reality-Headset brodelt, aber noch ist nichts da. Die Gefahr für Apple liegt darin, so sehr am geschlossenen Ökosystem des Smartphones festzuhalten, dass sie einen möglichen Plattformwechsel (z.B. ins Metaverse oder AR) verpassen könnten.

Wie Unternehmen der Falle entkommen können

Die Entscheidung, ein funktionierendes Geschäftsmodell für eine vage Zukunftschance zu riskieren, ist brutal schwer. Aber sie ist notwendig. Hier sind drei Ansätze, wie etablierte Unternehmen verhindern können, irrelevant zu werden:

1. Organisatorische Ambidexterity (Beidhändigkeit)

Unternehmen müssen lernen, „beidhändig“ zu sein.

  • Die rechte Hand optimiert das Kerngeschäft (Geld verdienen, Effizienz steigern).
  • Die linke Hand experimentiert radikal (Geld ausgeben, Fehler machen, Neues entdecken).Diese Bereiche müssen strukturell getrennt sein, da die Kultur der Effizienz die zarte Pflanze der Innovation sonst erdrückt.

2. Selbst-Kannibalisierung zulassen

Steve Jobs sagte einst: „Wenn du dich nicht selbst kannibalisierst, wird es jemand anderes tun.“ Unternehmen müssen bereit sein, ihre eigenen Erfolgsprodukte durch neue Lösungen obsolet zu machen, bevor es die Konkurrenz tut. Das erfordert enormen Mut in der Führungsetage.

3. Akquisition und Integration statt Arroganz

Oft ist das „Not Invented Here“-Syndrom ein Innovationskiller. Große Firmen müssen erkennen, wenn sie technologisch überholt werden, und bereit sein, Startups nicht nur zu kaufen, um sie zu integrieren, sondern um von ihnen zu lernen (oder sie als autonome Einheiten laufen zu lassen).

Für unsere Kunden geht es an dieser Stelle noch weiter.
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