SAP führt ein dreistufiges Budgetsystem für den Tokenverbrauch der eigenen Mitarbeiter ein. Basic bekommt 100 Euro im Monat, Pro 500 Euro, eine kleine Gruppe an Intensivnutzern darf mit "Pro Max" bis zu 5.000 Euro verbrennen. Wer 50 und 80 Prozent seines Budgets erreicht, bekommt eine automatische Warnung. Danach heißt es zurück zum Chef und um Erlaubnis fragen. Willkommen in der KI-Revolution mit deutschem Genehmigungsprozess.
Warum ist das wichtig?
Auf den ersten Blick liest sich das wie eine Sparmaßnahme, es soll aber Steuerung sein. SAP gibt selbst zu, dass man bisher blind geflogen ist. Erst jetzt gibt es laut Finanzchef eine granulare Transparenz darüber, welche Abteilung wie viele Token wofür verbraucht. Bis vor Kurzem konnte niemand im Konzern sauber zuordnen, welcher KI-Einsatz sich lohnt und welcher nur Geld kostet. Es geht offiziell also um die Sichtbarkeit und das Sparen ist der Nebeneffekt. Wir sagen es ungern, aber ein Monitoring hätte es auch getan.
Übrigens: Das Wall Street Journal beschreibt für den US-Markt in derselben Woche genau die gleiche Bewegung. Dort ist aus dem einstigen Statussymbol hoher KI-Ausgaben gerade Sparsamkeit als neue Tugend geworden.










