SAP rationiert die KI Nutzung der eigenen Mitarbeiter

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Die digitale Welt dreht sich schnell! Dieser Artikel wurde vor mehr als 180 Tage veröffentlicht. Während die grundlegenden Überlegungen weiterhin relevant sein können, entsprechen möglicherweise nicht mehr alle Details oder Daten dem heutigen Stand. Benötigen Sie tagesaktuelle Einschätzungen? Sprechen Sie uns gerne an!

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Update

Langes Anstehen von Personen vor einer „KI-Budget Ausgabe“-Kabine mit Roboter vor einem SAP-Gebäude. Auf einem Schild stehen Tarife von Basic bis Pro Max.

OpenAI

SAP führt ein dreistufiges Budgetsystem für den Tokenverbrauch der eigenen Mitarbeiter ein. Basic bekommt 100 Euro im Monat, Pro 500 Euro, eine kleine Gruppe an Intensivnutzern darf mit "Pro Max" bis zu 5.000 Euro verbrennen. Wer 50 und 80 Prozent seines Budgets erreicht, bekommt eine automatische Warnung. Danach heißt es zurück zum Chef und um Erlaubnis fragen. Willkommen in der KI-Revolution mit deutschem Genehmigungsprozess.

Warum ist das wichtig?

Auf den ersten Blick liest sich das wie eine Sparmaßnahme, es soll aber Steuerung sein. SAP gibt selbst zu, dass man bisher blind geflogen ist. Erst jetzt gibt es laut Finanzchef eine granulare Transparenz darüber, welche Abteilung wie viele Token wofür verbraucht. Bis vor Kurzem konnte niemand im Konzern sauber zuordnen, welcher KI-Einsatz sich lohnt und welcher nur Geld kostet. Es geht offiziell also um die Sichtbarkeit und das Sparen ist der Nebeneffekt. Wir sagen es ungern, aber ein Monitoring hätte es auch getan.
Übrigens: Das Wall Street Journal beschreibt für den US-Markt in derselben Woche genau die gleiche Bewegung. Dort ist aus dem einstigen Statussymbol hoher KI-Ausgaben gerade Sparsamkeit als neue Tugend geworden.

Unsere Einordnung

Was SAP hier macht ist FinOps für KI, also exakt der Reflex den Unternehmen vor zehn Jahren schon einmal hatten als die Cloud-Rechnung plötzlich explodierte. Erst euphorisch skalieren, dann merken, dass die Kostenkontrolle fehlt und am Ende ein Controlling darüberlegen.
Und zu den 5.000 Euro: Das klingt nach dem Preis für einen ganzen Mitarbeiter, kommt aber obendrauf, denn der kostet ja weiter sein volles Gehalt. Die Frage lautet damit nicht "ist das zu teuer" sondern "macht die KI diesen einen teuren Kopf um mehr als 5.000 Euro produktiver".

One more: Der "schöne" Widerspruch

Ein Konzern der KI als Zukunft verkauft teilt seinen eigenen Leuten die KI in Portionen zu. Man kann das für kleinkariert halten. Man kann es aber auch als das lesen, was es vermutlich ist. Man rationiert nur das was man langfristig industrialisieren will. Wer wirklich glaubt dass etwas Spielerei ist baut kein dreistufiges Controlling drumherum.

Für unsere Kunden geht es an dieser Stelle noch weiter.
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