Apple hat den Transparenzbericht für das zweite Halbjahr 2025 vorgelegt

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Update

Tabelle aus dem Apple Transparenzbericht 2025 zu behördlichen Geräteanfragen weltweit, hervorgehoben für Deutschland mit 8.904 Anfragen.

Apple

Im zweiten Halbjahr 2025 stellten deutsche Behörden 8.904 Anfragen zu 22.420 Geräten, 3.121 Anfragen zu 3.959 Apple-Konten und 1.224 Anfragen zu finanziellen Kennungen wie Kredit- oder Geschenkkartennummern.

Im Halbjahr davor kam Deutschland auf 7.699 Geräteanfragen. Weltweit waren es 28.825. Deutschland stellte damit gut ein Viertel aller Geräteanfragen an Apple, mehr als die USA mit 5.802 und mehr als das Vereinigte Königreich mit 2.409.
Als Grund für die hohe Zahl der genannten Geräte nennt das Unternehmen Steuerermittlungen. Diese Fußnote taucht im gesamten Bericht bei genau zwei Ländern auf. Deutschland und China.

Warum ist das wichtig?

Die deutsche Debatte um die Herausgabe privater Daten läuft regelmäßig in die falsche Richtung. Apple gab in Deutschland im zweiten Halbjahr 2025 bei ganzen zwei von 3.121 Kontoanfragen die Daten heraus.
Spürbar mehr Daten flossen in 2.452 Fällen, in denen es um Transaktionsdaten ging, um Geschäftsvorgänge zu rekonstruieren. Das betrifft primär Unternehmen, also ganz explizit keine Privatpersonen, im Rahmen von Steuerermittlungen, die Software Apps im App-Store bereitstellen.

Unsere Einordnung

Die Behörden fragen an und die Plattformen prüfen. Das ist Rechtsstaat im Betrieb und Apple lehnt sichtbar auch ab. Die Zahlen zeigen, dass deutsche Ermittler ihre Ermittlungsarbeit längst dorthin verlagert haben, wo die Daten tatsächlich liegen. Bei den Plattformen. Und dass sie das mit einer Intensität tun, die weltweit ihresgleichen sucht.

Nur ein Detail zur Qualität der Anfragen: Von 2.889 deutschen Kontoanfragen im ersten Halbjahr 2025 hat Apple 255 beanstandet. Bei den 2.772 britischen Anfragen im selben Zeitraum waren es 12. Deutsche Ersuchen fallen also rund zwanzigmal häufiger durch Apples juristische Prüfung als britische.

One more: Der blinde Fleck liegt bei den Unternehmen

Die meisten Unternehmen haben eine sehr klare Vorstellung davon, welche Daten in ihrem ERP liegen. Sie haben eine deutlich unschärfere Vorstellung davon, welche Geschäftsdaten über Firmengeräte in privat konfigurierten iCloud-Konten landen. Diese Lücke ist selten ein Sicherheitsproblem im klassischen Sinn. Sie ist ein Auskunftsproblem. Die Zahlen zeigen, dass darauf zugegriffen wird. Wer jedoch nicht weiß, was über ihn dokumentiert ist, kann auch nicht einschätzen, was ein Dritter darüber weiß.

Für unsere Kunden geht es an dieser Stelle noch weiter.
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