Super-Apps schlagen Super-Modelle, oder besser: Business-Logik schlägt Intelligenz-Niveau.
Die USA bauen die leistungsfähigsten KI-Modelle. Genutzt wird KI trotzdem woanders mehr. Laut Morgan Stanley setzen 80 Prozent der Menschen in China KI mindestens wöchentlich privat ein, in den USA sind es 54 Prozent. Die Zahl der chinesischen Nutzer generativer KI hat sich innerhalb eines Jahres auf 602 Millionen mehr als verdoppelt. Schneller als damals das mobile Internet.
Das Erfolgsrezept ist unspektakulär. Tencent, Alibaba und ByteDance bauen KI direkt in Apps ein, die ohnehin jeder täglich öffnet. Niemand muss etwas Neues herunterladen. ByteDance' Doubao kommt dank Zubringer Douyin auf rund 399 Millionen monatliche Nutzer.
Warum ist das wichtig?
Das beste Modell zählt weniger. Entscheidend ist, wer dort sitzt, wo die Nutzer sowieso schon sind. Dazu passt ein zweiter Befund: 64 Prozent der Befragten nutzen fünf oder mehr KI-Tools parallel.
Loyalität gegenüber einzelnen KI-Apps gibt es kaum, weil der Wechsel nichts kostet. Gewinner sind die Plattformen, die Nachfrage, Daten und Transaktionen kontrollieren. Selbst bei Alibaba sehen die Analysten den Wert eher im Shopping-Assistenten in Taobao als in der eigenständigen Qwen-App.










