Der Preiskampf, den keiner wollte

Unser Podcast mit Sven Kramer & Sebastian Karger

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Die digitale Welt dreht sich schnell! Dieser Artikel wurde vor mehr als 180 Tage veröffentlicht. Während die grundlegenden Überlegungen weiterhin relevant sein können, entsprechen möglicherweise nicht mehr alle Details oder Daten dem heutigen Stand. Benötigen Sie tagesaktuelle Einschätzungen? Sprechen Sie uns gerne an!

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Update

Illustration im Marktstand-Stil: Zwei Marktschreier werben um Käufer für AI-Tokens von OpenAI („Billige Tokens“) und Anthropic Claude („Premium Tokens“).

Open AI - Mit Hilfe von KI generiert

„Big Short"-Investor Steve Eisman warnt, dass OpenAI und Anthropic die Achillesferse des gesamten KI-Booms sein könnten. Der Grund ist unangenehm simpel. Rund 70 Prozent aller KI-Umsätze von Microsoft, Amazon, Google und Oracle hängen laut Eisman an genau diesen beiden Häusern. Gleichzeitig fallen die Preise. Der Preis der führenden US-Modelle ist seit Mitte Juli im Schnitt um fast ein Viertel gefallen, weil günstigere Modelle aus China wie Moonshot oder DeepSeek den Leistungsabstand verkleinern und ordentlich Druck machen.

Warum ist das wichtig?

Aus dem Rennen um das beste Modell wird gerade ein Rennen um das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Für Unternehmen klingt das nach einer guter Nachricht. Günstigere Token, sinkende Rechnungen, mehr Spielraum. Und die Firmen ziehen bereits nach. DoorDash und Airbnb nutzen schon chinesische Modelle, um ihre Kosten zu drücken.

Preise, Umsatz, Kosten... spannende Zahlen für die Börse. Für die meisten Unternehmen liegt der eigentliche Hebel woanders. Er heißt Souveränität.

Aus dem Liquam Nähkästchen: Der Preis eines Tokens kann morgen wieder steigen, sobald der Wettbewerb sich sortiert hat. Was bleibt, ist die Frage, ob ein Unternehmen die Kontrolle über seine eigene KI-Infrastruktur behält oder sie freiwillig an zwei US-Häuser abgibt, deren Geschäftsmodell selbst als systemisches Risiko gehandelt wird.

One More: OpenSource ist mehr als eine Kür

Open-Source-Modelle sind für die meisten Unternehmen der strategische Ausweg. Und auch OpenAI und Anthropic werden die offenen Modelle wieder stärker in den Fokus nehmen. Der aktuelle Preiskampf ist wohl nur der Beginn. Leistungsfähige offene Modelle werden den Markt herausfordern und auch OpenAI und Anthropic werden sich bemühen genau diese Offenheit am Ende sehr geschickt zu monetarisieren. "Offen" wird an Bedeutung gewinnen, aber "offen" heißt nicht für immer gratis.

Für unsere Kunden geht es an dieser Stelle noch weiter.
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