Eigentlich sollte dieser Februar das große „Plopp“ der KI-Blase markieren. Die Prognosen waren düster: Sobald die Tech-Riesen ihre Investitionspläne (Capex) für 2026 offenlegen, würde der Markt realisieren, dass die Rechnung nicht aufgeht. Doch statt Katerstimmung gibt es eine neue Eskalationsstufe: Amazon schockt die Börse mit einer geplanten Investition von 200 Milliarden Dollar für das laufende Jahr. Google (Alphabet) zieht mit bis zu 185 Milliarden Dollar nach.
Warum ist das wichtig?
BigTech mutiert zum Infrastruktur-Giganten. Amazon investiert massiv in eigene Chips, Robotik und Satelliten. Während Anleger kurzzeitig nervös wurden – die Amazon-Aktie sackte zeitweise um 8 % ab – zeigt der Trend: Wer die Rechenpower und die Hardware kontrolliert, kontrolliert das nächste Jahrzehnt. Dass Amazon investieren muss, ist bei der Marge absolut nachvollziehbar und auch wenn die 200 Milliarden Dollar sich sicher rechnen lassen, übersteigt es das BIP ganzer Staaten.
Parallel treibt der KI-Boom die Stromnachfrage massiv an. In den USA könnten Rechenzentren in zwei Jahren bereits 12 % der gesamten Netzkapazität beanspruchen. Das veraltete Stromnetz kommt hier schon jetzt nicht mehr mit. Siemens Energy reagiert darauf mit dem Bau der weltweit größten Anlage für Stromnetz-Ausrüstung in Mississippi , da die USA aktuell als „heißester Strommarkt der Welt“ gelten.










