Moonshot AI hat sein neues KI-Modell Kimi K3 vorgestellt. Als Bühne wählte Moonshot die staatlich organisierte „World Internet Conference“ in Shanghai, eröffnet von Xi Jinping persönlich. Auf der Bewertungsplattform Arena AI hat das Modell beim Programmieren von Websites besser abgeschnitten als die Spitzenmodelle von OpenAI und Anthropic.
Und parallel: Sam Altman von OpenAI wünscht sich öffentlich, dass die USA sowohl bei offenen als auch bei geschlossenen Modellen vorne liegen. Und auch Nvidia-Chef Jensen Huang hat sich für seinen allerersten Beitrag auf X ausgerechnet dieses Thema ausgesucht. Offene Modelle stärken laut Huang Sicherheit und Cybersicherheit. Wenn selbst die Chefs der teuersten geschlossenen Systeme und der wichtigste Chip-Lieferant der Welt für Offenheit werben, lohnt ein Blick darauf, was das eigentlich bedeutet.
Warum ist das wichtig?
„Offen“ kann sehr verschiedene Dinge heißen und die Unterschiede entscheiden über Kosten, Kontrolle und Rechtssicherheit.
Bei einem Closed Model bekommt man Zugang über eine Schnittstelle. Man schickt eine Anfrage hin und bekommt eine Antwort zurück. Das Modell selbst bleibt beim Anbieter. GPT von OpenAI und Claude von Anthropic funktionieren so. Bei einem Open-Weight-Modell darf man die trainierten Gewichte herunterladen und das Modell selbst betreiben, anpassen und feintunen. Genau das macht Kimi K3.
Open Source im strengen Sinn geht noch einen Schritt weiter. Offengelegt sind dann auch Trainingsdaten, Trainingscode und eine Lizenz, die Nutzung und Weitergabe klar erlaubt. Das ist selten und in der Praxis meint fast jeder, der von „Open Source AI“ spricht, eigentlich Open Weight.










