Am 9. Juli berichtet die Financial Times über "Super Sensing"-Brillen, die durchgehend Audio aufnehmen und alle paar Sekunden ein Foto schießen, damit die KI später beantworten kann, was der Träger gesehen und gehört hat. Die LED, die anderen Menschen signalisiert, dass gerade aufgenommen wird, möchte man dabei ausgeschaltet lassen. Aufspielbar womöglich per Software-Update auf bereits verkaufte Brillen.
Am 10. Juli rudert Meta bei einem anderen, kurz zuvor veröffentlichten Feature zurück. Der neue Bildgenerator Muse Image erlaubte es, öffentliche Instagram-Accounts per @-Mention zu referenzieren und daraus KI-Bilder zu erzeugen. Ohne Benachrichtigung der abgebildeten Person. Nach Kritik von Nutzern und Talentagenturen ist das Feature wieder weg. Offizielle Begründung: Man habe die Rückmeldung gehört, das Feature habe "missed the mark".
Warum ist das wichtig?
Bei Muse hat Meta herausgefunden, wo diesmal die Schmerzgrenze lag und hat sie respektiert. Parallel wird die nächste Grenze schon abgetastet. Das scheint Methode zu sein.
Bei den Brillen war die Frage "Wird hier aufgenommen?" bisher beantwortbar. Man sah ein Handy, ein rotes Licht, eine Kamera und selbst das weckte bereits Unbehagen. Wenn die LED nun gänzlich ausgeschaltet bleibt, ist das Vertraulichkeitskonzept in Meetings, Fertigungshallen und auf Messeständen nur noch eine Vermutung.










