Googles KI-Chips waren jahrelang ein Fall von Eigenbedarf. Anders als bei mancher Münchner Altbauwohnung war der sogar echt. Damit ist jetzt Schluss. Die Tensor Processing Units (TPUs) gehen erstmals an externe Kunden. Anthropic hat für einen Milliardenbetrag bestellt und der Finanzdienstleister Citadel Securities ist ebenfalls dabei. Laut Bloomberg bekommt außerdem Crux AI, ein Joint Venture von Blackstone und Google, einen Kredit über 22 Milliarden Dollar für den TPU-Einkauf. Erste Umsätze hat Google im zweiten Quartal verbucht. Die Höhe behält der Konzern für sich.
Warum ist das wichtig?
Nvidia hält seit Jahren rund 90 Prozent des Marktes für KI-Beschleuniger und macht aus jedem Dollar Umsatz mehr als 50 Cent Gewinn. Diese Marge zahlt am Ende jeder, der KI nutzt. TPUs sind Spezialchips, die ausgewählte KI-Aufgaben schneller und energieeffizienter erledigen als klassische GPUs. Die achte Generation gibt es in zwei Varianten: eine für das Training und eine für die Inferenz, also den laufenden Betrieb. Genau dort entstehen die Kosten, wenn KI vom Pilotprojekt in den Alltag wandert.










