Google I/O 2026: Sundars große Agenten-Show

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Update

Buntes Google I/O 2026 Logo auf schwarzem Grund mit integrierten Symbolen: Android-Maskottchen, Weltkugel, Smartphone, Kreis, Google-Sparkle, Mauszeiger und geschweifte Klammern.

Google

Zwei Stunden Keynote und ein neues Buzzword pro Atemzug: Google hat auf der eignen Entwicklerkonferenz I/O 2026 am 19. Mai offiziell die „agentische Gemini-Ära" ausgerufen – ein Begriff, den Sundar Pichai so oft wiederholt hat, dass selbst Gemini ihn nicht mehr hören kann.

Warum ist das wichtig?

Es kommt einem so vor, als würde Google ein Betriebssystem der Informationsbeschaffung schaffen und nimmt nun keine Rücksicht aus bisher etablierte Revenue Streams. Ein paar Zahlen zur Einordnung:

  • Gemini 3.5 Flash übertrifft laut Google das nur wenige Monate alte Gemini 3.1 Pro „in nahezu allen Benchmarks" – “That's just incredible!” würde Tim Cook sagen.
  • Informations-Agenten durchforsten nun fortlaufend das Internet. Eine Art Major-Release der Google Alerts.
  • Der persönliche Assistent, Gemini Spark, läuft 24/7 auf dedizierten virtuellen Maschinen in der Google Cloud.
  • Das SynthID-Wasserzeichen wurde bereits an 100 Milliarden Bildern und Videos getestet.
  • Alphabet investiert 2026 bis zu 158 Mrd. € in Rechenzentren. Sundars Keynote war regelrecht ein Rechtfertigungs-Pitch für die Investoren.

Und nebenbei wurden noch neue Brillen in Zusammenarbeit mit Gentle Monster und Warby Parker vorgestellt. Das scheint ja auch so eine Art Statussymbol für Tech-CEOs zu sein.

Unsere Einordnung

Drei Dinge sind ehrlich beeindruckend:

  • Die zunehmende Geschwindigkeit der Modell-Iteration,
  • die konsequente Integration über Workspace, Android, Chrome und Suche hinweg,
  • und die Tatsache, dass Google seine eigene Cash-Cow – die Suche – nun endlich aktiv kannibalisiert, statt sie zu verteidigen. Das ist mutig. Oder alternativlos. Vermutlich beides. Man scheint unseren Newsletter #79 zu Baidu gelesen zu haben

One More: Die Lücke zwischen Keynote und Alltag

Bis alle Neuerungen auch bei uns in Deutschland bzw. Europa ankommen, wird es, wie immer, noch lange dauern. Die ersten Nutzer sind die USA sowie ausgewählte Testmärkte wie Indien. Viele Agenten-Features starten zudem nur für zahlende Pro- und Ultra-Abonnenten. Die „Agentic Era" ist also vorerst eine US-Premium-Era. Diese Entwicklungen, hier am Beispiel von Google, sind für die europäische Wirtschaft ein Problem.

Für unsere Kunden geht es an dieser Stelle noch weiter.
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