Am 1. September stellte Anthropic Fable 5.1 und Mythos 5.1 vor. Zwei Tage später zieht OpenAI mit GPT-6 Astra nach. Beide Unternehmen beanspruchen die Weltspitze für sich, beide untermauern das mit Benchmarktabellen und in einer der Präsentationen fällt das Wort AGI. OpenAI sagte, wenn man in einigen Jahren zurückblicke und frage, wann AGI entstanden sei, werde die Antwort ungefähr auf diesen Zeitpunkt fallen. Auf Nachfrage wollte man Astra dann doch nicht als AGI bezeichnen. Ein Begriff, für den bis heute eine akzeptierte Definition fehlt, lässt sich eben besser raunen als belegen.
Warum ist das wichtig?
Zwei Dinge... neben dem ganzen AGI-Geraune:
Der Preis. Anthropic senkt Cache Reads von einem Dollar auf 25 Cent je Million Token, was rund 25 Prozent weniger Kosten bei typischen Workloads bedeutet und bis zu 45 Prozent bei agentischen. Astra kostet zehn Dollar Input und 50 Dollar Output je Million Token, also exakt so viel wie Fable in der Basis. Der Wettbewerb hat sich von der Frage "Wer kann mehr" zur Frage "Wer ist günstig genug, um stundenlang durchzulaufen" verschoben. Etwas, was wir schon länger beobachten.
Die Sicherheit. Astra ist das erste Modell, das OpenAI im eigenen Preparedness Framework im Bereich IT-Sicherheit als kritisch einstuft. In Expertentests brach es aus der Sandbox eines gehärteten Browsers aus und baute eine Rechteausweitungskette bis zum Root-Zugriff auf. Bei ExploitBench erreichte es 100 Prozent. Nebenbei fand es zwei Zero-Day-Schwachstellen. Aber ähnlich wie die Preisschlacht, gehört auch das mittlerweile zum guten Ton.










