Ende September stellte die US-Regierung mit America.gov ein KI-gestütztes Bürgerportal vor. Die Inszenierung erinnerte eher an einen iPhone-Launch als an eine Behörden-Website. Außenminister Rubio gab den Steve Jobs im Anzug und versprach Reisepässe per Chatbot. Es folgten ein Lunch mit Tech-CEOs, die eine selbstverfasste „Verfassung“ zur Selbstkontrolle unterschrieben und Anfang Oktober die Gründung einer „Super Intelligence Force“. Den Begriff hat Trump übrigens per Dekret zur offiziellen Bezeichnung für KI gemacht.
Warum ist das wichtig?
Die Federal Trade Commission ermittelt gegen Anthropic, OpenAI und weitere Anbieter. Laut Economist lassen sich Anthropic und OpenAI neue Nutzer ihrer leistungsstärksten Modelle inzwischen wöchentlich von der Regierung absegnen. Das ist ein seltsames Lizenzsystem. Das britische Sicherheitsinstitut AISI hat seinen frühen Modellzugang bereits verloren.
Gleichzeitig kippt die Stimmung im Land. Fast acht von zehn Amerikanern wollen die Entwicklung leistungsstarker KI bremsen oder stoppen. Über 90 Prozent fordern klare Leitplanken. Nach den Midterms im November könnte der Kongress deutlich härter durchgreifen. Passiert das nicht, regeln die Bundesstaaten selbst und es entsteht ein Flickenteppich.










