Während wir darüber diskutieren, ob wir nun 20 oder 200 Dollar pro Monat für den nächsten Copiloten ausgeben wollen, stellt sich in anderen Teilen der Welt diese Frage erst gar nicht. Der "Microsoft AI Diffusion Report 2025" zeigt, dass sich der digitale Graben zwischen dem globalen Norden und Süden weiter öffnet. In diese Lücke springt aber nicht, wie sonst üblich, das Silicon Valley, sondern China. Mit Open-Source (wie DeepSeek) will man Hürden einreißen, statt Paywalls hochzuziehen. Besonders in Afrika explodiert die Nutzung und liegt schätzungsweise 2 bis 4-mal höher als in anderen Regionen. Warum? Weil es funktioniert, weil es nichts kostet und weil chinesische Hardware-Partner wie Huawei den roten Teppich ausrollen.
Warum ist das wichtig?
DeepSeek veröffentlicht seine Modelle unter der offenen MIT-Lizenz und bietet einen komplett kostenlosen Chatbot an. Damit fallen finanzielle und technische Barrieren, die US-Modelle für viele Menschen im globalen Süden unzugänglich machen. China nutzt Open-Source ganz klar als geopolitisches Instrument und agiert hier definitiv nicht als digitaler Wohlfahrtsverband. Während der "Westen" seine "High-End"-Modelle schützt, flutet China die Märkte, in denen die nächsten Milliarden Internetnutzer online gehen (China, Russland, Iran, Afrika). Wer hier die Standards setzt und die Nutzer an seine Ökosysteme bindet, bestimmt die Regeln der digitalen Ökonomie von morgen.










