Wie China mit "Billig-KI" den globalen Süden übernehmen möchte

Unser Podcast mit Sven Kramer & Sebastian Karger

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Die digitale Welt dreht sich schnell! Dieser Artikel wurde vor mehr als 180 Tage veröffentlicht. Während die grundlegenden Überlegungen weiterhin relevant sein können, entsprechen möglicherweise nicht mehr alle Details oder Daten dem heutigen Stand. Benötigen Sie tagesaktuelle Einschätzungen? Sprechen Sie uns gerne an!

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Update

Microsoft / AI Diffusion Report

Während wir darüber diskutieren, ob wir nun 20 oder 200 Dollar pro Monat für den nächsten Copiloten ausgeben wollen, stellt sich in anderen Teilen der Welt diese Frage erst gar nicht. Der "Microsoft AI Diffusion Report 2025" zeigt, dass sich der digitale Graben zwischen dem globalen Norden und Süden weiter öffnet. In diese Lücke springt aber nicht, wie sonst üblich, das Silicon Valley, sondern China. Mit Open-Source (wie DeepSeek) will man Hürden einreißen, statt Paywalls hochzuziehen. Besonders in Afrika explodiert die Nutzung und liegt schätzungsweise 2 bis 4-mal höher als in anderen Regionen. Warum? Weil es funktioniert, weil es nichts kostet und weil chinesische Hardware-Partner wie Huawei den roten Teppich ausrollen.

Warum ist das wichtig?

DeepSeek veröffentlicht seine Modelle unter der offenen MIT-Lizenz und bietet einen komplett kostenlosen Chatbot an. Damit fallen finanzielle und technische Barrieren, die US-Modelle für viele Menschen im globalen Süden unzugänglich machen. China nutzt Open-Source ganz klar als geopolitisches Instrument und agiert hier definitiv nicht als digitaler Wohlfahrtsverband. Während der "Westen" seine "High-End"-Modelle schützt, flutet China die Märkte, in denen die nächsten Milliarden Internetnutzer online gehen (China, Russland, Iran, Afrika). Wer hier die Standards setzt und die Nutzer an seine Ökosysteme bindet, bestimmt die Regeln der digitalen Ökonomie von morgen.

Unsere Einordnung

KI mag in der "westlichen" Welt bereits kein Luxusprodukt mehr sein, in anderen Teilen der Welt sieht das jedoch anders aus. China zeigt u.a. mit DeepSeek, wie "Disruption from below" funktioniert: Gut genug, kostenlos und überall verfügbar schlägt "Perfekt und teuer". Bauen wir Lösungen für die privilegierten 10 % der Weltbevölkerung oder skalierbare Modelle für alle? Der Report zeigt, dass Nutzer pragmatisch sind – sie wählen die Plattform, die zu ihrer ökonomischen Realität passt, nicht die mit dem moralisch überlegenem Marketing. In dieses Vakuum stößt Peking jetzt mit voller Wucht.

Der Deal ist simpel: Ihr bekommt High-End-KI kostenlos (subventioniert durch Partner wie Huawei), wir bekommen im Gegenzug Zugriff auf eure Märkte, eure Daten und eure politische Loyalität. Dass China es ernst meint mit der Dominanz in Afrika, wissen wir schon seit 2017, als in Dschibuti die erste chinesische Militärbasis im Ausland eröffnet wurde. Was 2017 noch Beton und Soldaten waren, sind heute die LLMs. China schafft Fakten und zementiert Abhängigkeiten. Während wir in Europa über Ethik-Guidelines debattieren und US-Konzerne ihre Paywalls hochziehen, baut China das Betriebssystem für die neue Seidenstraße. Und wer das Betriebssystem kontrolliert, kontrolliert die Regeln.

Für unsere Kunden geht es an dieser Stelle noch weiter.
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