Von Tokenmaxxing zur Tokenpanik. Die Rechnung, bitte.

Unser Podcast mit Sven Kramer & Sebastian Karger

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Die digitale Welt dreht sich schnell! Dieser Artikel wurde vor mehr als 180 Tage veröffentlicht. Während die grundlegenden Überlegungen weiterhin relevant sein können, entsprechen möglicherweise nicht mehr alle Details oder Daten dem heutigen Stand. Benötigen Sie tagesaktuelle Einschätzungen? Sprechen Sie uns gerne an!

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Update

Geschäftsmann steht nachdenklich in einem Konferenzraum und blickt auf eine extrem lange Papierrechnung, die sich über Tisch und Boden schlängelt.

OpenAI

Drei Jahre lang galt eine einfache Regel. Anbieter machten Preise, Kunden zahlten. Dieses Modell ist zunehmend unter Beschuss. Weltweit fließt laut Handelsblatt inzwischen mehr als eine Billion Dollar pro Jahr in KI. Sam Altman erzählt selbst, dass Firmen ihm sagen, ihr IT-Budget für 2026 sei bereits im ersten Quartal aufgebraucht gewesen.

Warum ist das wichtig?

Schon mit Abos waren (besser gesagt "sind") Unternehmen im Vendor Lock-in gefangen und dem Preiskalkül der Anbieter ausgeliefert. Was früher ein zumindest zeitlich begrenzt planbares Abo war, ist heute eine Verbrauchsökonomie, die im Tokentakt abrechnet. Ein KI-Agent für mittelschwere Büroaufgaben kostet aufs Jahr gerechnet laut AlixPartners mehr als eine menschliche Vollzeitkraft in einem Niedriglohnland. Dazu kommt: Nur 35 Prozent der Unternehmen können ihre KI-Kosten überhaupt vollständig erfassen, 13 Prozent erfahren die Höhe erst mit der Rechnung, die dann auch noch falsch sein kann. Das Start-up Vaudit fand bei überwachten Ausgaben von 34 Millionen Dollar rund fünf Prozent zu viel Berechnetes.

Unsere Einordnung

Wir haben nichts gegen Frontier-Modelle. Wir haben etwas dagegen, sie für Textzusammenfassungen zu benutzen. Trotzdem ist die Kostendebatte zu klein gedacht. Wer nur die Rechnung drücken will, verhandelt Rabatte bei einem Anbieter, der morgen die Tokenisierung ändert oder von einer Regierung abgeschaltet wird.

Kostenkontrolle, Sicherheit und Unabhängigkeit sind nicht 3 einzelne Projekte, es nennt sich Enterprise AI und es ist eine Architekturentscheidung für KI im eigenen Unternehme..

One More: Die Zahlen

  • 35 Prozent. So viele Unternehmen können ihre KI-Kosten vollständig erfassen und laufend überwachen. 13 Prozent erfahren die Höhe erst mit der Rechnung.
  • 5 Prozent. So hoch war der Anteil falsch berechneter Posten, den das Start-up Vaudit zwischen März und Juni bei überwachten KI-Ausgaben von 34 Millionen Dollar fand.
  • 30 Prozent. Um so viel mehr Tokens erzeugen die neuen Modelle aus demselben Text. Gleicher Auftrag, mehr Abrechnungseinheiten.
  • 50 Prozent. So groß ist der Anteil von Coding an der gesamten Tokennutzung. Anfang 2025 waren es elf Prozent. Der Rest des Unternehmens ist noch gar nicht angekommen.

Für unsere Kunden geht es an dieser Stelle noch weiter.
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