The Boring Company: Elon Musk hat wieder Zeit für seine anderen Unternehmungen

Unser Podcast mit Sven Kramer & Sebastian Karger

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Die digitale Welt dreht sich schnell! Dieser Artikel wurde vor mehr als 180 Tage veröffentlicht. Während die grundlegenden Überlegungen weiterhin relevant sein können, entsprechen möglicherweise nicht mehr alle Details oder Daten dem heutigen Stand. Benötigen Sie tagesaktuelle Einschätzungen? Sprechen Sie uns gerne an!

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Update

Futuristic Hyperloop-Röhre mit der Aufschrift „Hyperloop Hamburg“ verläuft auf Betonpfeilern entlang des Hamburger Hafens nahe der Elbphilharmonie.

OpenAI

Lange war es ruhig um The Boring Company. SpaceX ging im Juni an die Börse und offenbar ist jetzt wieder Zeit für Side-Projects. Musks Tunnelfirma verhandelt über eine neue Finanzierungsrunde. Rund 4 Milliarden Dollar sollen rein, bei einer Bewertung von etwa 20 Milliarden. Zur Erinnerung: 2022 lag die Bewertung noch bei 5,7 Milliarden. Das Geschäftsmodell? Tunnelbohrmaschinen, die angeblich günstiger graben als klassische Baufirmen. Bislang bewegen sich die sichtbaren Ergebnisse überschaubar. Ein Loop unter dem Las Vegas Strip, in dem Teslas Menschen von A nach B fahren. Viele der groß angekündigten Projekte in Baltimore, Chicago und Los Angeles sind nie über die Pitch-Folie hinausgekommen.

Zum Hintergrund in Las Vegas: "Loop is an all-electric, zero-emissions, high-speed underground public transportation system in which passengers are transported to their destination with no intermediate stops. Also known as "Teslas in Tunnels!" 😬

Warum ist das wichtig?

Das Narrativ vom Tunnel und von der Röhre lebt. Und zwar nicht nur in den USA, auch in Hamburg. Der Senat hält an den Planungen für eine Hyperloop-Strecke nach Kiel fest, sogar nach dem Olympia-Aus. Gesucht wird zunächst eine Teststrecke ohne Fahrgäste, im Gespräch ist unter anderem der alte Schellfischtunnel zwischen Altona und Neumühlen. Eine EU-Studie schätzt die Kosten auf 34 bis 37 Millionen Euro pro Kilometer.

Unsere Einordnung

Also known as "Teslas in Tunnels!" ... Ein Loch in den Boden zu bohren ist keine Raketenwissenschaft. Teslas darin fahren zu lassen auch nicht. Es mit Fahrgastbetrieb zu füllen und in Hochgeschwindigkeit zu betreiben dagegen schon. Über den Tunnel an sich scheint man noch nicht hinaus zu sein und das macht die Menschheit nun schon ziemlich lange. Dennoch bleibt die Idee spannend und wenn es funktioniert, wird es die Mobilität wohl stark verändern.

One more: Der eigentliche Punkt...

... liegt tiefer als der Schellfischtunnel. Investoren zahlen (mal wieder) einen Aufpreis für ein Ticket ins Musk-Universum, ziemlich unabhängig davon, was das einzelne Unternehmen tatsächlich liefert. Der X-Deal war jahrelang unter Wasser bis das Ganze in xAI und später in SpaceX gefaltet wurde. Am Ende haben viele trotzdem verdient. Es zeigt erneut wie sehr Kapitalmärkte gerade auf Narrative und Ökosysteme setzen statt auf Cashflow.

Für unsere Kunden geht es an dieser Stelle noch weiter.
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