BMW baut sich einen Einkauf, der nie Feierabend macht

Unser Podcast mit Sven Kramer & Sebastian Karger

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Die digitale Welt dreht sich schnell! Dieser Artikel wurde vor mehr als 180 Tage veröffentlicht. Während die grundlegenden Überlegungen weiterhin relevant sein können, entsprechen möglicherweise nicht mehr alle Details oder Daten dem heutigen Stand. Benötigen Sie tagesaktuelle Einschätzungen? Sprechen Sie uns gerne an!

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Update

Überforderter Mann im Büro stützt den Kopf vor einem riesigen Stapel von Dokumenten und Konstruktionsplänen mit BMW-Logo.

OpenAI (mit Hilfe von KI generiert)

Bei BMW lieben sie Abkürzungen. Die neueste heißt „OM 3.0“, kurz für „Operating Model 3.0“. Dahinter steckt der Plan, bis 2028 ein „KI-orchestriertes Unternehmen“ zu werden. Den Anfang macht der Einkauf, wo autonome KI-Agenten künftig Ausschreibungen vorbereiten und Lieferketten analysieren. Das Ziel sind Einsparungen in Milliardenhöhe.

Der Weg führt über drei Stufen. Erst unterstützt KI einzelne Aufgaben. Dann übernehmen Agenten komplette Abläufe und greifen selbstständig auf Daten und Systeme zu. Am Ende arbeiten mehrere Agenten abteilungsübergreifend zusammen und leiten aus Kapazitäten, Kosten und Lieferketten konkrete Handlungsoptionen ab. Aktuell steht BMW irgendwo zwischen Stufe eins und zwei.

Warum ist das wichtig?

KI wird zum Betriebssystem der Organisation und das nicht aus Technikbegeisterung: Margen und Absätze in der Autoindustrie sind unter Druck, China wird schwieriger und Europa umkämpfter. Wenn ein Konzern dieser Größe sein Operating Model umbaut, ist das ein ziemlich deutliches Signal an Zulieferer, Wettbewerber und alle, die mit BMW Geschäfte machen. Wer künftig an einen Einkauf verkauft, der von Agenten gesteuert wird, sollte sich überlegen, ob seine eigenen Prozesse da mithalten.

Unsere EInordnung

Mehrere Agenten, die über Abteilungsgrenzen hinweg zusammenarbeiten, scheitern selten an der Technik. Sie scheitern an Datensilos, unklaren Verantwortlichkeiten und der Frage, wer am Ende entscheidet. KI-Orchestrierung ist zu 20 Prozent Technik und zu 80 Prozent Organisation.

Die gute Nachricht für alle ohne Münchner Budget: Niemand muss mit OM 3.0 anfangen. Den größten Hebel holt man oft schon, wenn ein einziger Prozess sauber agentenfähig wird. Weniger glamourös als eine Konzernvision, dafür wirksam.

One More: Wenn die Maschine fragt und der Mensch antwortet

Montagmorgen. Der Einkaufsagent verschickt 400 Ausschreibungen, erwartet strukturierte Daten und vergleicht Angebote in Sekunden. Auf der anderen Seite öffnet Herr Schneider aus dem Vertriebsinnendienst ein PDF, überträgt Werte in Excel und wartet auf die Freigabe. Am Donnerstag ist sein Angebot fertig. Der Agent hat am Dienstag entschieden.Wer manuell antwortet, fällt aus dem Raster. Es fehlt an Geschwindigkeit, an Korrektheit und die Lieferbedingung auf Seite 7304 hat Herr Schneider erst gar nicht gelesen.

Für unsere Kunden geht es an dieser Stelle noch weiter.
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