Bei BMW lieben sie Abkürzungen. Die neueste heißt „OM 3.0“, kurz für „Operating Model 3.0“. Dahinter steckt der Plan, bis 2028 ein „KI-orchestriertes Unternehmen“ zu werden. Den Anfang macht der Einkauf, wo autonome KI-Agenten künftig Ausschreibungen vorbereiten und Lieferketten analysieren. Das Ziel sind Einsparungen in Milliardenhöhe.
Der Weg führt über drei Stufen. Erst unterstützt KI einzelne Aufgaben. Dann übernehmen Agenten komplette Abläufe und greifen selbstständig auf Daten und Systeme zu. Am Ende arbeiten mehrere Agenten abteilungsübergreifend zusammen und leiten aus Kapazitäten, Kosten und Lieferketten konkrete Handlungsoptionen ab. Aktuell steht BMW irgendwo zwischen Stufe eins und zwei.
Warum ist das wichtig?
KI wird zum Betriebssystem der Organisation und das nicht aus Technikbegeisterung: Margen und Absätze in der Autoindustrie sind unter Druck, China wird schwieriger und Europa umkämpfter. Wenn ein Konzern dieser Größe sein Operating Model umbaut, ist das ein ziemlich deutliches Signal an Zulieferer, Wettbewerber und alle, die mit BMW Geschäfte machen. Wer künftig an einen Einkauf verkauft, der von Agenten gesteuert wird, sollte sich überlegen, ob seine eigenen Prozesse da mithalten.










