ASML: Ausverkauft bis 2028

Unser Podcast mit Sven Kramer & Sebastian Karger

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Die digitale Welt dreht sich schnell! Dieser Artikel wurde vor mehr als 180 Tage veröffentlicht. Während die grundlegenden Überlegungen weiterhin relevant sein können, entsprechen möglicherweise nicht mehr alle Details oder Daten dem heutigen Stand. Benötigen Sie tagesaktuelle Einschätzungen? Sprechen Sie uns gerne an!

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Update

Mitarbeiter im weißen Reinraumanzug geht an einer hochkomplexen ASML-Lithografieanlage zur Chipherstellung vorbei.

ASML

Letzte Woche rauschten Chipaktien weltweit in den Keller. Broadcom-Chef Hock Tan hatte vor überzogenen KI-Erwartungen gewarnt und die Börse bekam kalte Füße. Dann kam ASML mit den Quartalszahlen um die Ecke. Umsatz plus 50 Prozent auf 11,7 Milliarden Euro. Gewinn verdoppelt. Kunden wollen schon heute Maschinen für 2029 und 2030 bestellen. Für 2027 und 2028 reichen die Kapazitäten schlicht nicht aus. Das neue Werk in den Niederlanden? Capacity loading… erste Etappe frühestens 2029.

Warum ist das wichtig?

ASML baut als einziges Unternehmen der Welt die Maschinen für die modernsten Chips. Wer dort keinen Slot bekommt, baut eben keine. Die Folge zieht sich durch die ganze Kette: Chipfertiger wie TSMC und Samsung investieren Rekordsummen, die Nachfrage aus KI-Rechenzentren frisst die Kapazitäten auf und Knappheit bedeutet Preismacht. ASML hat höhere Preise bereits verhandelt. Sie tauchen ab 2027 in den Zahlen auf. Und irgendwann auch auf den Cloud-Rechnungen.

Unsere Einordnung

Die Börse diskutiert gerade, ob der KI-Boom eine Blase ist. Die Fabriken diskutieren das nicht. Sie bestellen. Rechenleistung bleibt wohl auf absehbare Zeit ein knappes Gut und knappe Güter werden selten billiger. Spannender als jeder Kurssprung finden wir deshalb die Frage, wer am Ende die höheren Preise bezahlt. Kleiner Spoiler: Es ist selten der Lieferant.

One More: Der Engpass-Check in Zahlen

  • 2029 und 2030: So weit im Voraus wollen erste Kunden bei ASML bereits bestellen.
  • 30 Prozent: Um so viel wollte ASML die Produktion seiner wichtigsten Anlagen 2027 und 2028 jeweils steigern. Reicht nicht. Jetzt wird geprüft, ob 2028 noch mehr geht.
  • 60 bis 64 Milliarden Dollar: So viel steckt TSMC dieses Jahr in neue Werke und Anlagen. 2025 waren es 40,9 Milliarden.
  • 149 Milliarden Dollar: Das geben Chiphersteller weltweit 2026 laut Branchenverband Semi für Maschinen aus. Ein Plus von 31 Prozent. Für 2027 kommen weitere 16 Prozent obendrauf.

Für unsere Kunden geht es an dieser Stelle noch weiter.
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