Kleines Quiz. Ein Unternehmen macht 60 Prozent seines Umsatzes über E-Commerce. Über 42 Prozent davon laufen durch die eigene App. Bestellte Ware liegt nach einer Minute zur Abholung bereit oder kommt ab 20 Minuten per Kurier. Die Konzernmutter betreibt nebenbei einen Marktplatz mit über 8 Millionen Artikeln fremder Händler und ein Werbegeschäft, das um 75 Prozent wächst.
Klingt nach Series C in Berlin-Mitte. Es ist aber Screwfix, eine britische Kette für Handwerkerbedarf mit 981 Filialen. Die Mutter heißt Kingfisher und verkauft in 1.700 Märkten quer durch Europa Fliesen, Bohrmaschinen und Gartenzäune.
Im ersten Halbjahr ist Screwfix flächenbereinigt um 5,6 Prozent gewachsen, während der britische Heimwerkermarkt geschrumpft ist. Vorsteuergewinn +9,9 Prozent.
Warum ist das wichtig?
Es gibt eine App, einen Tresen und dahinter ein Lager. Der Handwerker bestellt von unterwegs, bezahlt digital und meldet sich bei Ankunft per App an. Die Ware liegt nach einer Minute bereit. Wer die Baustelle gar nicht verlassen will, lässt sich in teils 20 Minuten beliefern. Mit 60 Prozent des Umsatzes ist das Ganze weit mehr als ein Pilotprojekt
Das Geschäft wurde konsequent vom knappsten Gut des Kunden her gebaut. Für einen Elektriker ist das seine Zeit. Jede Minute im Laden ist eine Minute ohne Rechnung.










