OpenAI behauptet, mit 10.000 KI-Agenten in 88 Stunden ein 90 Jahre altes Millennium-Problem der Mathematik gelöst zu haben, samt maschinell geprüftem Lean-Beweis. Unabhängig bestätigt ist das noch nicht. Kurz nach der Verkündung kam jedoch heraus, dass zwei externe Mathematiker parallel an unveröffentlichter Forschung zu einem verwandten Thema gearbeitet hatten. Die naheliegende Frage: Hat OpenAI aus deren unveröffentlichten Daten gelernt? OpenAI bestreitet das.
Warum ist das wichtig?
Für die reine Mathematik wäre das, sollte es sich bestätigen, ein historischer Moment. Für Unternehmen zeigt die Geschichte, was passiert, wenn Menschen mit sensiblen, unveröffentlichten Inhalten in kommerziellen KI-Tools arbeiten und wie schnell die Frage im Raum steht, ob diese Inhalte irgendwo weiterverwendet wurden. Genau diese Frage stellt sich nicht nur bei Millionen-Dollar-Matheproblemen, sondern bei jedem Strategiepapier, jeder Preiskalkulation und jedem Vertragsentwurf, den im Unternehmen jemand in ein Sprachmodell tippt.










