Google zieht den Stecker beim Finderlohn

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Die digitale Welt dreht sich schnell! Dieser Artikel wurde vor mehr als 180 Tage veröffentlicht. Während die grundlegenden Überlegungen weiterhin relevant sein können, entsprechen möglicherweise nicht mehr alle Details oder Daten dem heutigen Stand. Benötigen Sie tagesaktuelle Einschätzungen? Sprechen Sie uns gerne an!

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Update

Offizielles Google-Logo mit bunter Typografie in Blau, Rot, Gelb und Grün auf weißem Hintergrund

Google

Google zahlt seit Jahren Geld an alle, die Sicherheitslücken in seiner Open-Source-Software finden. Seit dem 1. Oktober ist das Open Source Software Vulnerability Rewards Program pausiert. Die Begründung: Die Zahl automatisierter Einreichungen ist massiv gestiegen und die allermeisten davon sind schlicht ungültig. Laut Tom’s Hardware kämpften Googles Engineers und die Open-Source-Maintainer mit einer Flut von Reports voller Fehler und frei erfundener Schwachstellen.

Letzte Woche haben wir bei BMW gesehen, wie Agenten 400 Ausschreibungen an einem Montagmorgen verschicken. Diese Woche sehen wir, was passiert, wenn so etwas auf der Empfängerseite ankommt.

Warum ist das wichtig?

Google hat Budget, Personal und vermutlich eine der besten KI im Haus. Trotzdem war die Eingangsprüfung irgendwann am Limit. Das Problem ist ökonomisch: Einen Report per KI zu erzeugen kostet Sekunden. Ihn ernsthaft zu prüfen kostet einen Menschen eine Stunde. Wer diese Asymmetrie nicht im Griff hat, verliert die Kontrolle über seine eigenen Kanäle. Das gilt für Bug-Bounty-Programme genauso wie für Bewerbungsportale, Kundenservice, Lieferantenanfragen oder das Postfach Ihres Einkaufs.

Unsere Einordnung

Ist das jetzt AI "Slop"? Ein Teil davon sind ernst gemeinte Versuche mit schlechten Werkzeugen. Am Ergebnis ändert das wenig. Wenn der Absender Agenten nutzt und der Empfänger noch mit Excel arbeitet, gewinnt am Ende keiner von beiden.

Die naheliegende Reaktion ist dichtmachen. Google kann sich eine Pause leisten. Ein Mittelständler, der sein Anfrageformular abschaltet, eher nicht. Die bessere Antwort liegt in der Eingangskontrolle: strukturierte Formate statt Freitext, eine automatisierte Vorprüfung und klare Regeln, ab wann ein Mensch draufschaut. Klingt unspektakulär und ist es auch. Genau deshalb wird es so gern übersehen.

One more: Mal kurz nachgerechnet

Google nennt keine Zahlen. Wir rechnen trotzdem mal grob nach, mit reinen Annahmen. Angenommen, bei Google landen 2.000 Reports pro Woche. Ein KI-generierter Report kostet den Absender etwa 30 Sekunden. Die Prüfung kostet einen Engineer rund 45 Minuten. Das ergibt 1.500 Stunden Arbeit pro Woche, also etwa 37 Vollzeitstellen. Wenn davon 90 Prozent wertlos sind, beschäftigt Google über 30 hochbezahlte Security-Experten nur damit, Müll zu sortieren.

Für unsere Kunden geht es an dieser Stelle noch weiter.
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