Embodied AI: China meint es ernst – Droht nach den EVs die nächste Dominanz?

Our Podcast with Sven Kramer & Sebastian Karger

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Update

UniX AI

Nach den Elektrofahrzeugen (EV) wendet Peking exakt dasselbe Playbook auf die nächste große Wette an: Humanoide Roboter. Der Staat pumpt aktuell über 26 Milliarden Dollar in den Sektor und hat bereits mehr als 140 Startups aus dem Boden gestampft. Das Ziel ist die Vorherrschaft bei „Embodied AI“ – der Verschmelzung von KI mit physischen Körpern. Die Methoden sind brachial aber effektiv: Günstige Kredite und eine Regierung, die Roboter kauft, nur um einen künstlichen Markt zu schaffen.

Warum ist das wichtig?

Masse wird irgendwann zu Klasse – oder zumindest zu unschlagbaren Preisen. Die lokale Zuliefererdichte ist so hoch, dass Startups 95% ihrer Teile im 1-Stunden-Radius sourcen können, was die Iterationszyklen massiv beschleunigt und Kosten drückt. Es gibt bereits Modelle für ca. 12.600 Dollar. Selbst Elon Musk, der chinesische EVs als Hauptkonkurrenz sieht, ist für seinen Tesla "Optimus" auf genau diese chinesischen Lieferketten für Gelenke und Hände angewiesen. Wenn China die Hardware-Plattform für die KI-Revolution kontrolliert, haben wir im Westen vielleicht die schlaueren Modelle (Brains), aber keine Körper, um sie auszuführen.

Unsere Einordnung

Viele dieser 140+ Firmen werden scheitern, weil ein Marathon laufender Roboter zwar ein cooler PR-Stunt ist, aber noch lange kein profitables Geschäftsmodell. Aber man darf sich davon nicht täuschen lassen. Egal was passiert, es bleibt eine hochoptimierte Supply Chain übrig, die "Nuts and Bolts" der Robotik zur Commodity gemacht hat. Also eine Art "Androidisierung" der Robotik – günstige Hardware aus China, die auf ein Betriebssystem wartet. Wer jetzt Automatisierungsstrategien plant, sollte davon ausgehen, dass humanoide Helfer schneller und günstiger verfügbar sein werden, als die meisten deutschen Maschinenbauer es wahrhaben wollen.

Für unsere Kunden geht es an dieser Stelle noch weiter.
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